HORIZONT School of Digital Marketing and Social Media

Warum die digitale Wirtschaft exponentielles Lernen fordert

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Christopher Jahns
© XU Group
Christopher Jahns
Die Lehre an traditionellen Hochschulen und Universitäten ist nicht zeitgemäß, findet Christopher Jahns, ehemaliger Präsident der European Business School. Deshalb hat er mit verschiedenen Partnern die XU gegründet. Was hinter den beiden Buchstaben steckt und warum Weiterbildung und Studium für die Arbeitsgebiete Digital Marketing und Social Media heute ganz anders aussehen müssen, erklärt Jahns im Interview mit HORIZONT.
Herr Jahns, was steckt eigentlich hinter den beiden Buchstaben XU?
Das „X“ steht für „exponentiell“. Dahinter steckt Tatsache, dass sich Technologien wie künstliche Intelligenz schon länger nicht mehr linear sondern exponentiell entwickeln, während wir noch linear denken und arbeiten. Das „U“ für University, da wir neben der XU Group auch eine digitale Universität gegründet haben.


Und die ist rein digital?
Die beschäftigt sich vor allem mit Digitalem wie im Bachelorstudiengang „Digital Marketing and Social Media“, den wir in Kooperation mit HORIZONT anbieten. Wir unterrichten aber sowohl digital als auch an unserem Campus in Potsdam. Zu dieser Kooperation gehören auch Fortbildungsangebote, die wir mit der XU Group aufgesetzt haben.

Was können Berufstätige dort lernen?
Kern der XU HORIZONT School für Digital Marketing and Social Media ist unser Ansatz, Wissen zu vermitteln und die Teilnehmer handlungsfähig zu machen. Anders gesagt, bieten Kurse wie „Digital Fitness“, „Digital Marketing/Paid Media“, Digital Marketing/Inbound Marketing“ und „Digital Marketing /Plattformen“  das theoretische Wissen, das am Markt verlangt wird. Gleichzeitig bringen wir durch unsere Dozenten und Projekte, die während der Kurse, die Teil des Unterrichts sind, praktisches Wissen in die Fortbildung, das die Teilnehmer befähigt, anschließend  direkt im Job durchzustarten.
XU HORIZONT School of Digital Marketing and Social Media
Alle Programme, die die XU HORIZONT School of Digital Marketing am XU Online Campus sind vom TÜV Nord AZAV-zertifiziert und werden von der Bundesagentur für Arbeit bis zu 100 Prozent gefördert. Von der staatlichen Qualifizierungsförderung profitieren auch Unternehmen und Beschäftigte in Kurzarbeit – und das gleich doppelt: finanziell und perspektivisch. Neben Digital Marketing sind am XU Online Campus auch Weiterbildungen in den Bereichen Digital Fitness, Coding und Software Engineering sowie Digital Health und SAFe® Scaling Agile möglich.
Haben Unternehmen in diesen Bereichen Nachholbedarf?
Viele Unternehmen in starken Branchen haben die Digitalisierung verschlafen. Ihnen fehlen genau diese Skills. Ihre Mitarbeiter hatten keine Chance, entsprechendes Wissen aufzubauen du müssen das nun dringend nachholen. Denn die Digitalisierung macht aus jedem Unternehmen ein Stück weit einen digitalen Publisher und ein Softwarehaus – das kann aber nur funktionieren, wenn die  Mitarbeiter wissen, wie Digital Marketing und Social Media funktionieren oder wenn sie coden können. Das bringt übrigens auch die Generationen X, Y und Z nicht einfach mit – auch wenn sie digital versierter ist, als ein Großteil der etablierten Mitarbeiter in den Unternehmen. Beim digitalen Know-how gibt es eine generationsübergreifende Bildungslücke.


Was heißt das fürs Marketing?
Im Grunde gilt für das Marketing das Gleiche: Die CMO wollen heute nicht mehr in dem Maße auf Agenturen angewiesen sein, wie sie es früher waren. Stattdessen bauen sie intern Kompetenz auf, um mit ihren Daten richtig umgehen zu können, um ihre Social Media Kanäle richtig zu bespielen und Digitales Marketing richtig planen und umsetzen zu können. Im Marketing wie in anderen Bereichen der Unternehmen müssen Mitarbeiter tätig sein, die das passende Wissen besitzen, um digitale Prozesse und Systeme zu bearbeiten und bedienen. Wer jetzt nicht (endlich) sein Geschäftsmodell und sein Marketing digital anpasst, wird auf der Strecke bleiben.

Die Teilnehmer bringen sicherlich ganz unterschiedliche Kompetenzlevel mit. Wie bekommen Sie das in den Kursen unter einen Hut?
Dafür haben wir den sogenannten „Digital Readiness Check“ entwickelt. Dahinter liegt ein digitales Kompetenzmodell, mit dem wir sechs Kompetenzen von Technologie bis Agilität abfragen und aus den Antworten ein individuelles Kompetenzprofil ableiten, das Stärken und Schwächen des Teilnehmers einschätzt. Auf dessen Basis werden die Teilnehmer dann in Learningjourneys einsortiert.
„Viele Unternehmen in starken Branchen haben die Digitalisierung verschlafen.“
Christopher Jahns
Und wer soll an der XU Exponentiell University studieren?
Diejenigen, die vorher beispielsweise BWL studiert haben, studieren jetzt bei uns Digitales Business. Andere Universitäten und private Hochschulen stecken selbst noch in der Digitalisierung. Sie unterrichten mit Folien, die 4 Jahre alt sind und fokussieren noch immer auf das 4 P-Modell. Das ist bei uns doch sehr anders. Wir unterrichten sehr Hands on. Das gilt auch für unseren Coding-Studiengang. Der unterscheidet sich deutlich von dem, was heutige IT-Mitarbeiter in ihrem Informatikstudium gelernt haben. Viele Unternehmen müssen denen heute beibringen, wie man Apps baut. Diese Themen sind sehr schnelllebig, müssen deshalb laufend aktualisiert und mit Praxisbezug unterrichtet werden.

Was machen Ihre Professoren und Dozenten anders?
Sie kuratieren viel mehr das Wissen, das sie vermitteln. Sie stellen aus dem Wissen, das zur Verfügung steht das beste Programm zusammen. Außerdem können unsere Studenten ihre  erlernte Kompetenz in Projekten praktisch ausprobieren. Das ist ein ganz anderer Ansatz als bei anderen Hochschulen. Interview: ems
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