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Warum Nico Rosberg plötzlich zum Festival-Veranstalter wird

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Ex-Rennfahrer Nico Rosberg veranstaltet in diesem Jahr zum zweiten Mal das Greentech Festival
© imago images / tagesspiegel
Ex-Rennfahrer Nico Rosberg veranstaltet in diesem Jahr zum zweiten Mal das Greentech Festival
Von der Rennstrecke auf die Bühne: Der ehemalige Formel-1-Weltmeister Nico Rosberg will mit dem Greentech Festival in Berlin "eine internationale Plattform für umweltfreundliche Technologien" etablieren, wie er im neuen Lovebrands-Podcast von HORIZONT sagt. Im Gespräch erklärt Rosberg auch, warum er nicht glaubt, dass die Formel 1 in Zeiten von Fridays For Future und Co ein Akzeptanzproblem bekommen wird.
Im vergangenen Jahr ging das Greentech Festival erstmals über die Bühne und zählte aus dem Stand mehr als 35.000 Besucher. In diesem Jahr ist die Deutsche Bahn als offizieller Mobilitätspartner mit von der Partie. Ein Unternehmen, für das Rosberg seit Längerem als Testimonial tätig ist. "Die Deutsche Bahn ist Vorreiter in Sachen Nachhaltigkeit. Dass ich Botschafter sein darf, ist klasse. Das Thema bereitet mir große Freude", sagt Rosberg im Lovebrands-Podcast.
„Ich sage jedes Jahr etwa fünf bis zehn große Deals ab. Und das sind teils dicke Summen.“
Nico Rosberg
Der ehemalige Formel-1-Weltmeister sucht sich seine Werbepartner übrigens mit Bedacht aus, wie er erklärt.   Dabei spiele auch das Thema Umweltbewusstsein eine Rolle. "Ich sage jedes Jahr etwa fünf bis zehn große Deals ab. Und das sind teils dicke Summen." Er wolle nicht, dass das schlechte Image eines Werbungtreibenden auf ihn abfärbt: "Letztendlich bin auch ich eine Marke."


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Im Gespräch mit Nico Rosberg
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Wie passt es zusammen, dass sich gerade ein ehemaliger Rennfahrer plötzlich für Nachhaltigkeit einsetzt? Sehr gut, meint Rosberg: "Der Motor der Formel-1-Autos ist heute wahrscheinlich nachhaltiger als ein Elektroauto. Das wissen viele nicht. Auch ein Elektroauto ist nicht wirklich nachhaltig, wenn der Strom mit 60 Prozent Kohlekraft gefördert wird."

Dass die bekannteste Rennserie der Welt ein Akzeptanzproblem bekommen wird - gerade in Zeiten, in der die Bevölkerung zunhemend klimabewusster wird - glaubt Rosberg nicht: "Die Formel 1 ist ja nicht dumm. Sie wird sich Mühe geben und sich entsprechend anpassen." Die Formel 1 hat sich das Ziel gesetzt, bis 2030 klimaneutral zu sein. Vor allem die Logistik ist ein Problem, weil die Autos und die Teams um die Welt geflogen werden müssen.
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HORIZONT Lovebrands ist der Name des brandneuen Podcasts zu den Marken, die Menschen lieben und zu denjenigen, die sie gestalten. Ab sofort unterhalten sich in diesem Podcast im Zweiwochen-Rhythmus mehrere HORIZONT-Redakteure abwechselnd mit spannenden Personen aus unserer Branche. Der HORIZONT Lovebrands Podcast ist ausschließlich für H+-Nutzer verfügbar.
In den vergangenen Jahren hat sich Rosberg auch in die Start-up-Welt hineingearbeitet. Seine jüngste Investition: der E-Scooter-Verleiher Tier. Da er an dem Unternehmen aus Berlin nur mit 0,07 Prozent beteiligt ist, geht es ihm dabei eher weniger um die finanzielle Unterstützung, sondern darum, mit seinem Namen für die nötige Aufmerksamkeit zu sorgen. Der Markt werde sich bald konsolidieren, glaubt er: "Aktuell sind zu viele E-Scooter-Unternehmen unterwegs."


Unter anderem ist Rosberg auch am Berliner Marketing-Start-up Stoyo beteiligt. Dass alle seine Investitionen zum Erfolg führen, davon geht Rosberg nicht aus. Er weiß: "Nur eines von zehn Start-ups wird wirklich erfolgreich. Ich bin vorbereitet auf schlechte Resultate." ron
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