HORIZONT Lovebrands Podcast

Warum der Frosch-Chef Greenwashing den Populismus der Nachhaltigkeit nennt

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Reinhard Schneider, Werner & Metzt
Andreas Lenthe, Imago Images, © HORIZONT
Reinhard Schneider, Werner & Metzt
Nicht wenige Unternehmer können von sich sagen, dass sie ein echter Saubermann sind. Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz, verdient sein Geld nicht nur mit Reinigungsprodukten. Er will auch dafür sorgen, dass die Wirtschaft an sich sauberer und nachhaltiger wird. Dabei steht seine Öko-Marke Frosch eine neuen Herausforderung gegenüber: Dem Greenwashing anderer Unternehmen. In der neuesten Folge des Podcasts HORIZONT Lovebrands erzählt Schneider, warum er Fälle von Greenwashing auch mal vor Gericht klären lässt und Frosch als Ökomarke sieht, die eben nicht für Verzicht steht.
Seit 1986 zeigt die Marke Frosch aus dem mittelständischen Unternehmen Werner & Mertz, dass ökologische Produkte kein Thema für Nischenmärkten sein muss. Für Inhaber Schneider gehört dazu, dass seine Marke sich das Vertrauen der Verbraucher in die Richtigkeit der Nachhaltigkeitsversprechen erkämpft. Deshalb sieht er auch die Ankündigungen vieler Unternehmen skeptisch, in den kommenden Jahren klimaneutral zu werden. Das ist für den Frosch-Chef letztlich "Ankündigungsmarketing", bei dem es keine Garantie geben, dass das Ziel zum versprochenen Zeitpunkt tatsächlich erreicht werde.


Schneider setzt lieber auf eine Produktstrategie, die wissenschaftliche Fakten mit positiven Emotionen verbindet. Die Ökomarke Frosch soll explizit auch Spaß machen, sagt der Manager: "Denn wenn man aus der Nische rauskommen will, muss man nicht nur die 5 Prozent der Konsumenten ansprechen, die verzichtsbereit sind, sondern auch die anderen 95 Prozent, die letztlich darüber entscheiden, wie es unserem Planeten ergehen wird." cam
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