Glassdoor-Auswertung

Diese 12 Unternehmen zeigen, mit welchen Benefits man junge Talente ködert

Junge Talente werden heftig umworben
© Tumisu auf Pixabay
Junge Talente werden heftig umworben
Der "War for Talents" beschäftigt Arbeitgeber aus allen Branchen. Um Nachwuchskräfte von sich zu überzeugen, müssen Arbeitgeber heute viel mehr als bloß finanzielle Anreize bieten. Dabei geht es um so genannte "Benefits", also Zusatzleistungen zum Job, die die Mitarbeiterbindung stärken sollen. Die Recruiting-Plattform Glassdoor hat jetzt ermittelt, welche Unternehmen in Deutschland die kreativsten Benefits für junge Arbeitnehmer bieten.
Eine Haupterkenntnis der Erhebung von Glassdoor: Auszeiten vom Job und Home Office werden für Arbeitnehmer immer wichtiger. Und die Arbeitgeber reagieren: Viele Firmen werden laut Glassdoor großzügiger, was längere Auszeiten für Sabbaticals oder ehrenamtliche Tätigkeiten angeht. Genauso wird auch die freie Wahl des Arbeitsortes wichtiger, um Berufs- und Privatleben besser miteinander in Einklang zu bringen. Auch der allgemeine Fitness-Trend wird von immer mehr Arbeitgebern berücksichtigt. Statt klassischem Betriebssport werden Fitnessangebote immer stärker und auf clevere Weise ins Arbeitsleben integriert.


"Die außergewöhnlichen Benefits, die wir zusammengestellt haben, muten vielleicht heute relativ progressiv an. Sie zeigen allerdings, in welche Richtung sich der Standard in den nächsten Jahren entwickeln könnte", sagt Felix Altmann, Arbeitsmarktexperte bei Glassdoor. "Die Messlatte für Unternehmen liegt angesichts des 'War for Talents' immer höher."

Um die Liste der in Deutschland außergewöhnlichsten Mitarbeiter-Benefits zusammenzustellen, hat Glassdoor die Arbeitgeberbewertungen auf seiner Plattform analysiert, in denen Berufstätige Zusatzleistungen hervorgehoben haben. Die Auflistung spiegelt keine Gewichtung oder Rangfolge wider. Und das sind die Top 12:


1.

McKinsey & Company: Drei Monate Sabbatical pro Jahr

Sabbaticals sind im Trend. Aber die McKinseyaner können sich über eine besonders großzügige Regelung namens “Take Time” freuen. Angestellte der Unternehmensberatung können zwischen Projekten bis zu drei Monate Auszeiten nehmen, während das Gehalt anteilig weiter gezahlt wird. Das Beste daran: Die BeraterInnen müssen dafür noch nicht mal einen Grund nennen.

2.

SAP: Meditation im Büro

Beim Unternehmenssoftware-Anbieter haben bereits mehr als 7000 MitarbeiterInnen an einem zweitägigen Achtsamkeitsseminar teilgenommen. Im Mittelpunkt stehen Meditationspraktiken und Selbstreflexion. Mittlerweile schickt SAP bereits Achtsamkeits-TrainerInnen in andere Unternehmen, die diesem Beispiel folgen wollen. SAP beschäftigt mit Peter Borstelmann sogar einen Chief Mindfulness Officer.

3.

Cisco Systems: Home Office ohne Limit

Das Technologieunternehmen stellt seinen Mitarbeitern den Arbeitsort völlig frei und ermutigt sie genau die Balance zwischen Büropräsenz und Heimarbeit zu finden, die zu ihren Bedürfnissen passt. Einige Angestellte arbeiten nur in Heimarbeit. Das passt zum Produkt: Das Unternehmen produziert und vertreibt unter anderem Hard- und Software für die virtuelle Zusammenarbeit.

4.

Deutsche Telekom : Mit Fahrrad-Heimtrainer am Schreibtisch

Das Telekommunikationsunternehmen aus Bonn fördert die Gesundheit und Fitness seiner MitarbeiterInnen auf besondere Art und hat mehr als 5000 "Deskbikes" angeschafft. Telekom-Angestellte halten sich damit nicht nur direkt am Schreibtisch körperlich fit, sondern schaffen einen körperlichen Ausgleich zur Denkarbeit im Büro, parallel zur selbigen.

5.

Upstalsboom: Azubis auf den Kilimandscharo

Die Hotelkette sorgt für Aufsehen dadurch, dass sie ihren Auszubildenden unter dem Motto "Tour des Lebens" spektakuläre Erlebnisse ermöglicht. 2016 bestiegen zehn Azubis den Kilimandscharo. Letztes Jahr sorgte eine Reise zum nördlichen Polarkreis nach Spitzbergen für die nächste Extremerfahrung!

6.

Würth: Konzerte mit internationalen Stars

Was haben Sting, Sunrise Avenue, Die Fantastischen Vier und Revolverheld gemeinsam? Die Mitarbeiter des Familienunternehmens Würth haben alle bereits beim gleichnamigen “Würth Open Air” live erleben können. Freunde der klassischen Musik unter den Angestellten dürfen sich über die Auftritte der "Würth Philharmoniker" freuen. Das ist nicht etwa ein Zusammenschluss von musikalischen MitarbeiterInnen, sondern ein Orchester von Weltformat mit eigener Spielstätte in der Nähe der Firmenzentrale!

7.

Puma: Hip in Herzogenaurach

Beim Sportartikelhersteller öffnet in regelmäßigen Abständen ein "Barber Shop" seine Türen und bietet während der Arbeitszeit die Gelegenheit zur gepflegten Rasur, zum Haare schneiden oder zur Nagelpflege. Frisch rasiert geht es ins kostenfreie Fitness-Center mit einem vielfältigen Kursangebot von Kung-Fu bis "Aromatherapie Yoga".

8.

Henkel: Bezahlte Freistellungstage für soziales Engagement

Im Rahmen des Programms “Miteinander im Team” können Angestellte bei Henkel Geld- und Sachspenden sowie bis zu fünf Tage bezahlte Freistellung jährlich für ihre ehrenamtlichen Tätigkeiten beantragen. Sie bauen zum Beispiel Brücken in Vietnam, bringen Kindern Fußball bei oder arbeiten in einem Waisenhaus in Uganda.

9.

Delivery Hero: "Napping Rooms"

Ein Manager-Schläfchen tut bekanntlich nicht nur japanischen Führungskräften gut. Daher findet sich im Headquarter des Internet-Unternehmens ein Schlafzimmer für den Power-Nap zwischendurch. Die Angestellten können zwischen Schlafcouch und Hängematte wählen.

10.

Paulaner Brauerei: Haustrunk

Feierabendbier am Freitag - darüber können die Angestellten der Münchener Brauerei nur müde lächeln. Sie erhalten ein großzügiges monatliches Kontingent von 78-Bierzeichen, was in etwa 40 Litern entspricht. Wer nicht so viel Bierdurst aufbringt, kann stattdessen auch nicht-alkoholische Getränke aus dem Sortiment beziehen.

11.

Porsche: Bezahlte Pflegezeit

Viele Unternehmen versuchen mittlerweile ihre MitarbeiterInnen bei der Pflege von Angehörigen entgegen zu kommen. Aber nur wenige so konsequent wie der Sportwagenhersteller aus Zuffenhausen mit seinem Programm "Porsche Pflegezeit". Angestellte können sich in einem akuten Fall drei Monate von der Arbeit befreien lassen und erhalten weiter 75 Prozent ihres Bruttogehaltes.

12.

Scout24: Hundefreundlicher Arbeitsplatz

Beim Internetunternehmen aus München sind die Hunde der MitarbeiterInnen nicht nur ein geduldeter, sondern sehr geschätzter Teil des Arbeitsalltags. Viele Angestellte machen von der Möglichkeit Gebrauch, ihren Hund täglich ins Büro mitzubringen. tt
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