Gillette-Debatte

Warum maskuline Klischees endgültig ausgedient haben

"Boys will be Boys" - manche Männer ändern sich nie
© Gillette
"Boys will be Boys" - manche Männer ändern sich nie
In den vergangenen zwei Wochen gab es kaum ein Leitmedium, das sich nicht ausführlich mit der Gillette-Kampagne "The Best Men Can Be" auseinandergesetzt hat. Ob FAZ oder Spiegel, Handelsblatt, Welt oder Wirtschaftswoche – sie alle haben analysiert, kritisiert und spekuliert, was dieser Werbespot über unsere Gesellschaft aussagt. Die breite Diskussion zeigt vor allem eines: Der Konsumgüterhersteller Procter & Gamble hat einen Nerv getroffen und eine wichtige Debatte losgetreten. Was wird davon bleiben? Eine ganze Menge! Die Diskussion war erst der Anfang eines Paradigmenwechsels.

Das tradierte Männerbild gerät ins Wanken. Dessen sind sich nationale und internationale Trendforscher sicher. Aktuell gilt das wahrscheinlich noch viel mehr in den USA als hierzulande, denn dort hat die Ende 2017 angestoßene #MeToo-Diskussion weitaus tiefere Spuren hinterlassen als in Deutschland. Das renommierte Oxford Dictionary hat das Jahr 2018 mit dem Wort "toxic" zusammengefasst. Unter anderem deshalb, weil es überdurchschnittlich häufig im Kontext mit dem Begriff "masculinity" auftauchte.

Toxische Männlichkeit beschreibt das stereotype Image des harten, aggressiven Kerls, der keine Schwäche zeigt, Emotionen unterdrückt und Frauen gegenüber abwertend eingestellt ist.

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