GfK-Umfrage

Wie viel und woran die Deutschen 2022 an Weihnachten sparen

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Der alljährliche Weihnachtstrubel könnte in diesem Jahr deutlich früher einsetzen als sonst
© Andi Graf / Pixabay
Der alljährliche Weihnachtstrubel könnte in diesem Jahr deutlich früher einsetzen als sonst
Viele Haushalte müssen angesichts der hohen Inflation den Gürtel enger schnallen. Das hat auch Auswirkungen auf das Weihnachtsgeschäft. Laut einer Umfrage der GfK will oder kann nur knapp die Hälfte der Deutschen in diesem Jahr genauso viel für Geschenke ausgeben wie im Vorjahr. 
48 Prozent der Befragten wollen in diesem Jahr genauso viel in Weihnachtsgeschenke investieren wie 2021. Ein Drittel der Deutschen müssen ihr Budget für Geschenke angesichts der steigenden Lebenshaltungskosten dagegen einschränken. Die Preissensitivität ist generell hoch: Dreiviertel der Verbraucher (74 Prozent) gaben an, stärker auf die Preise zu schauen und zum Beispiel Angebote zu kaufen. 

Im Schnitt wollen die Befragten knapp 300 Euro (299 Euro) für Weihnachtsgeschenke ausgeben. Das sind 8 Prozent weniger als im Vorjahr, als das Budget für Geschenke bei durchschnittlich 325 Euro lag. Auch beim Weihnachtsessen will fast jeder zweite Deutsche (45 Prozent) sparen, aufgrund der stark gestiegenen Energiepreise wollen zudem 65 Prozent der Befragten ihre Weihnachtsbeleuchtung reduzieren. 

Wenig überraschend möchten mehr Haushalte mit geringem Haushaltseinkommen sparen (66 Prozent), aber auch 42 Prozent der gut situierten Haushalte mit einem Einkommen von über 3000 Euro wollen auf ihre Ausgaben achten. 
© GfK
Insgesamt rechnen die Konsumforscher der GfK mit einem Umsatzvolumen in Höhe von 17,9 Milliarden Euro im deutschen Einzelhandel. Das entspricht einem Rückgang um 8 Prozent gegenüber dem Vorjahr, als der Einzelhandel im Weihnachtsgeschäft 19,4 Milliarden umsetzen konnte. 

Ein positiver Aspekt für den geplagten Einzelhandel: Nach den Corona-Beschränkungen wollen wieder mehr Verbraucher vor Ort einkaufen. 39 Prozent planen ihre Einkäufe im stationären Handel, im Vorjahr waren es nur 36 Prozent. Der Anteil der Konsumenten, die Geschenke bevorzugt online kaufen, ist von 62 Prozent auf 58 Prozent gesunken. dh
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