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Geers startet eine neue Kampagne mit Thomas Gottschalk
© Geers
Geers startet eine neue Kampagne mit Thomas Gottschalk
Jetzt wo Thomas Gottschalk offiziell als Elder Statesman des deutschen Fernsehens gilt, ist etwas in Vergessenheit geraten, dass der TV-Moderator vor allem ein guter Unterhalter ist. Im zweiten Auftritt für die Hörgeräte-Kette Geers darf er nun mit alten Qualitäten glänzen. Die Kampagne ist zudem die erste große Arbeit von Thomas Hesse, Chief Marketing Officer der Muttergesellschaft Sonova Retail Deutschland, der zuvor das Marketing von Media-Markt Deutschland verantwortete.
Es scheint ein großer Sprung, doch tatsächlich hat Hesses neuer Job viel mit seiner früheren Tätigkeit zu tun. Damals wie heute muss der Marketingmanager anspruchsvolle Elektronik nicht nur über ihre funktionalen Eigenschaften, sondern auch als modernen Lifestyle verkaufen. Während Media-Markt mittlerweile aber seine Werbung vor allem abverkaufsunterstützend einsetzt, zeigt Hesse bei Geers, dass der markengetriebene Ansatz auch heute noch funktioniert.

In der von Lead-Agentur Schipper Company kreierten Kampagne ist Gottschalk nicht mehr wie in der ersten Kampagne 2019 als klassisches Promi-Testimonial zu sehen, sondern wird in unterhaltsamen Situationen mit einer Geers-Hörakustikerin inszeniert.

Unter dem neuen Claim "Die verstehen was vom Hören" (Filmproduktion: Lippertwaterkotte) vermitteln die Spots zwar auch konkrete Produkteigenschaften, inszenieren die Marke aber vor allem als sympathischen Fachhändler, der über sehr verständnisvolle Berater verfügt. Dabei wird auch vermittelt, dass Hörgeräte mittlerweile auch ein multifunktionales Interface sind, die auch zum Telefonieren, Streamen und Musikhören genutzt werden können.

Für Hesse ist in der Kampagne wichtig, dass die Hörakustik nicht mehr nur in ihrem medizinischen Kontext wahrgenommen wird: "Geers und Thomas Gottschalk werben für einen selbstbewussten Umgang mit modernsten Hörgeräten." Um diesen Imagewechsel zu erreichen, hat die Fachhandelskette ihre breit angelegte Publikumskampagne gestartet, die neben TV auch Online-Aktivitäten, Direktmarketing und Point of Sale-Materialien umfasst.

Dass die zweite Publikumswelle gerade jetzt anläuft, während der stationäre Handel noch durch die Einschränkungen der Corona-Pandemie behindert wird, ist nicht ohne Risiko. Schließlich lebt das Geschäft von Geers wesentlich von der ausführlichen Beratung in den Filialen. In den Spots taucht das Thema Corona aber nur in den Abbindern auf, wo Geers auf die Preisersparnis durch die Mehrwertsteuersenkung hinweist. cam
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