Freelancer-Start-up

Fiverr setzt auf hyperlokales Targeting in Berlin

Fiverr startet in Berlin mit einer Werbekampagne
© Fiverr
Fiverr startet in Berlin mit einer Werbekampagne
Seitdem Fiverr im Dezember vergangenen Jahres auch in Deutschland offiziell an den Start ging, versucht das israelische Freelancer-Start-up seine Bekanntheit bei Gründern, Freiberuflern und Unternehmern zu erhöhen. In Berlin hat das Unternehmen nun die hyperlokale Werbekampagne #Fiverconnections gestartet, die vor allem die Menschen hinter den Digital-Projekten hervorhebt.
Mit den Motiven, die unter anderem an Plakatwänden und in sozialen Medien verbreitet werden, bezieht sich Fiverr auf die alltäglichen Bedürfnisse von Unternehmen, Start-ups und Freelancern. "Du brauchst SEO, SEM und  Social Ads", heißt es etwa auf einem der Motive - und inszeniert natürlich die eigene Plattform als ideale Antwort auf das Problem. Tatsächlich handelt es sich bei den abgebildeten Personen um reale Berliner und internationale Unternehmer und Freelancer.


Fiverrs Kampagne: Die Motive


Bei Fiverr handelt es sich um eine Plattform, auf der Freiberufler Firmen ihre digitalen und kreativen Dienstleistungen anbieten können. Umgekehert gehen auch Unternehmen dort auf die Suche nach möglichst günstigen Freiberuflern - etwa im Bereich Grafik-Design, Illustration, Video-Produktion, Programmierung und Datenanalyse. Seit Dezember 2018 hat das aus Israel stammende Unternehmen auch ein Büro in Berlin bezogen, das von Deutschlandchef Falko Kremp geführt wird.

Für die nun gestartete Werbe-Offensive setzt Fiverr auf hyperlokales Targeting. Durch Geofencing für die sozialen Netzwerke sowie Out-of-Home-Aktivierungen soll ein größtmöglicher Werbedruck innerhalb der Berliner Zielgruppen entstehen. Das Unternehmen will sich die zentrierten Gebiete um Co-Working-Spaces sowie Areale mit hoher Dichte an Start-up-Büros zunutze machen. Ähnliche hyperlokale Maßnahmen hatte Fiverr bereits in New York, Chicago und San Francisco durchgeführt.


Die Kreation stammt vom New Yorker Brand-Marketing-Team sowie der Agentur Mekanism. Lokalisiert wurde sie inhouse im Berliner Büro. Die digitale Ausspielung der Kampagne erfolgt vom Performance-Marketing-Team in Fiverrs Zentrale in Tel Aviv. Die Kampagne besteht zusätzlich aus Promotion-Aktivitäten und Sponsorings.

Laut Deutschlandchef Kremp hätten Umfragen gezeigt, dass nur 17 Prozent der Zielgruppe das Unternehmen Fiverr kennt. "Mit #Fiverrconnections möchten wir daher unsere Rolle als globaler Marktplatz herausstellen. Wir möchten Freelancern eine Plattform bieten, um sich einem globalen Markt zu öffnen und lokalen Unternehmen eine Möglichkeit zeigen, wie sie dem Fachkräftemangel in digitalen Geschäftsfeldern durch internationale Talente entgegenwirken können", so Kremp.

Wie viele Nutzer Fiverr hat, darüber macht das Unternehmen keine Angaben. In Branchenkreisen wird von etwa 11 Millionen gesprochen. In Deutschland kommt das Start-up, über das sich weiterhin Börsengerüchte ranken, bislang auf etwa 200.000 Registrierungen. Die Plattform ist zudem nicht unumstritten: Zum einen werden die sehr günstigen Preise für die Freiberufler kritisiert. Zum anderen sorgte der Star-Youtuber PewDiePie Anfang 2017 für Kontroversen, als er zwei indische Jugendliche via Fiverr bezahlte, damit sie sich mit Pappschildern mit antisemitischen Parolen filmten. ron
Themenseiten zu diesem Artikel:
stats