Formel E, Viessmann und Kicker

Das sind die Gewinner der HORIZONT Sportbusiness Awards

Alejandro Agag
© Formula E
Alejandro Agag
Sponsoren wissen es, Medienhäuser auch: Ein langer Atem zahlt sich aus. Doch selbst die besten langfristigen Strategien funktionieren nur dann, wenn man sie konsequent weiterentwickelt und an die Anforderungen der Zeit anpasst. Die drei Preisträger der HORIZONT Sportbusiness Awards 2018 belegen dies auf beeindruckende Art und Weise.

"Player des Jahres"

Alejandro Agag
© Formula E
Alejandro Agag
Alejandro Agag ist für eines der spannendsten Projekte nicht nur im Motorsport, sondern im gesamten Sport verantwortlich. Die 2012 von dem 48-jährigen Spanier ins Leben gerufene Formula E Holding nahm einst auf einem Bierdeckel in einem Pariser Restaurant erste Formen an. Damals skizzierte Agag mit dem heutigen Chef des Internationalen Automobilverbandes Jean Todt und dem italienischen Politiker Antonio Tajani die Zukunft des Motorsports.


Heute ist die 2014 gestartete Formel E eine Rennserie, bei der sich namhafte Autohersteller wie Audi und BMW und prominente Sponsoren wie die Allianz engagieren, um Themen wie Nachhaltigkeit und Umweltschutz zu besetzen. Und es werden immer mehr.

Doch zeichnet sich die Formel E nicht allein dadurch aus, den Motorsport in Sachen Technologie in eine neue Ära zu führen. Mit Rennen in den Zentren von Metropolen wie New York und Berlin, interaktiven Elementen wie dem Fanboost oder dem begleitenden Roborace setzen die Macher auf neue Konzepte zur Steigerung der Attraktivität.


Agag habe damit eine der attraktivsten Technologie- und Marketingplattformen im Motorsport etabliert, begründet die HORIZONT Jury ihre Entscheidung. "Angesichts des in den vergangenen Monaten gestiegenen Zuspruchs ist nicht von einem kurzfristigen Hype der Serie auszugehen", befinden die Juroren.

"Sponsor des Jahres"

Viessmann ist besonders groß im Wintersport
© Viessmann
Viessmann ist besonders groß im Wintersport
Viessmann hat eine direkte Verbindung zu Agag und zur Formel E: Das hessische Familienunternehmen engagiert sich seit dem vergangenen Jahr bei der Rennserie – dem Jahr, in dem Viessmann 100 Jahre alt wurde. Als Partner des Panasonic Jaguar Racing will das Heiztechnik-Unternehmen das Öl-Zeitalter hinter sich lassen und in die Ära der Elektrifizierung einsteigen. Die eigens gegründete Tochterfirma VC/O soll hierfür neue Geschäftsmodelle erschließen.

Das verdeutlicht, wie gut es Viessmann gelingt, Tradition und Innovation miteinander zu verbinden. Denn neben dem Formel-E-Sponsoring betätigt sich Viessmann nun schon seit einem Vierteljahrhundert im Wintersport, sowohl bei internationalen Veranstaltungen wie dem Weltcup in der Nordischen Kombination als auch durch Partnerschaften mit Top- Athleten wie der mehrfachen Olympiasiegerin Laura Dahlmeier.

Dabei begnügt sich das Unternehmen nicht allein mit Logo- und Bandensichtbarkeit im TV, sondern aktiviert sein Engagement auf vielfältige Weise vor Ort und digital. Der Lohn: eine hohe Sichtbarkeit, positive Effekte auf das Image – und die Anerkennung der Jury von HORIZONT Sportbusiness.

"Medium des Jahres":

Kicker-Macher: Digitalchef Alexander Wagner (l.) und Chefredakteur Jörg Jakob
© Sportfoto Zink / Imago / Kicker / Nadine Rupp / Kicker
Kicker-Macher: Digitalchef Alexander Wagner (l.) und Chefredakteur Jörg Jakob
Auch der Preisträger in der Medien-Kategorie steht sowohl für Beständigkeit als auch für kluge Weiterentwicklung und Transformation ins digitale Zeitalter. In seiner gedruckten Form erschien der Kicker bereits 1920 zum ersten Mal. Das ist an sich schon eine Leistung: Nicht viele Printprodukte überlebten den radikalen Medienwandel so lange.

Doch damit nicht genug: Das in Nürnberg beheimatete Sportmedium hat zusätzlich zum Magazin mit Website, App und Social-Media-Kanälen ein reichweitenstarkes Gesamtpaket geschnürt, mit dem es seine Zielgruppe auf allen Kanälen erreicht und an die Marke bindet.

Nicht zuletzt hat der Kicker bei allen ökonomischen Überlegungen nie journalistische Grundtugenden wie tiefgründige Recherche, Schnelligkeit bei Nachrichten und hintergründige Berichterstattung infrage gestellt. Damit sei der Kicker eine absolute Pflichtlektüre für alle Sportinteressierten, so die Begründung der Jury. ire

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