FMCG-Riese

CMO Keith Weed verlässt Unilever 2019

Keith Weed war 35 Jahre bei Unilever
© Unilever
Keith Weed war 35 Jahre bei Unilever
Keith Weed gibt im kommenden Jahr seinen Posten als CMO von Unilever ab und verlässt das Unternehmen - nach 35 Jahren Betriebszugehörigkeit. Weed hatte den Posten als Chief Marketing and Communications Officer 2010 übernommen. Wer auf ihn folgt, ist noch nicht bekannt.
Weed hat seinen Abschied von Unilever selbst bei Twitter verkündet. Er habe seine Entscheidung mit einem lachenden und einem weinenden Auge getroffen, schreibt er dort. Der Schritt sei etwas mehr als ein Jahr geplant worden, nun würden "spannende Herausforderungen" folgen. Um was es sich dabei konkret handelt, schrieb Weed nicht.
Unilever, das Marken wie Axe, Knorr und Ben & Jerry's im Portfolio hat, ist einer der größten Werbungtreibenden der Welt. Im Jahr 2016 belief sich das Gesamtbudget für Marketing Unternehmensangaben zufolge auf 7,7 Milliarden Euro - nur der Rivale Procter & Gamble gibt mehr aus. Diese Größe habe man einsetzen können, um mehr Effektivität und Effizienz in der Werbung zu erreichen, ebenso für mehr Verantwortung, Transparenz und Verantwortlichkeit in der Werbe- und Digitalbranche, so Weed gegenüber dem britischen Branchenmedium Campaign.


Ähnlich wie sein Pendant bei P&G, Marc Pritchard, mischte sich Weed regelmäßig in Branchendebatten ein. So forderte er mehr Transparenz und Brand Safety im digitalen Raum und verpasste seinem Unternehmen neue Regeln bei der Zusammenarbeit mit Influencern. Und genauso wie Pritchard trimmte Weed das Unilever-Marketing auf Effizienz, indem er die Agenturbeziehungen auf den Prüfstand stellte. Weed verkündet seinen Abgang nur wenige Tage, nachdem der Abgang von CEO Paul Polman zum 1. Januar 2019 bekannt wurde. Er wird ersetzt durch Alan Jope, der bislang die Beauty & Personal Care-Sparte von Unilever führt. Der 54-Jährige ist seit 1985 im Unternehmen und hat dabei auch im Marketing gearbeitet - was Keith Weed besonders freut: Es sei "großartig für ein kundenorientiertes und markengeführtes Unternehmen, einen Marketer als CEO zu haben", twitterte er. "Die Marketer feiern! Und die Kunden werden das auch!" ire

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