Flugtaxi-Start-up

Volocopter ernennt ersten Marketingchef

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So sieht der Volocopter aus.
© Volocopter
So sieht der Volocopter aus.
Das deutsche Flugtaxi-Start-up Volocopter hat seinen ersten Marketingchef ernannt: Der ehemalige Agenturinhaber Marcus Hinkel hat beim ambitionierten Unternehmen mit Sitz in Bruchsal am 1. Februar als Head of Brand Management und Marketing angeheuert. Er soll bei Volocopter nun eine circa zehnköpfige Marketingabteilung aufbauen.
Hinkel kommt aus der Agenturbranche. Der Manager gründete die beiden Karlsruher Kommunikationsagenturen Hinkel360 und Ixtacy und verkaufte beide vor etwas mehr als einem Jahr. Seit 2019 sitzt er im Aufsichtsrat des Finanzdienstleisters Salve und stand Volocopter bislang als Berater für die Entwicklung der Markenstrategie, -positionierung, -architektur sowie des -designs zur Seite. Das neue Logo und der Claim "We bring Urban Air Mobility to life" stammt bereits von Hinkel.

N
un soll Hinkel als Head of Brand Management und Marketing die komplette Kommunikation des Start-ups verantworten und die Marke künftig schärfen. Das Unternehmen hatte sich bislang in der Regel über abgeschlossene Finanzierungsrunden vermarktet und vor allem auf PR gesetzt. Ein großes Marketingbudget war bislang nicht vorhanden. Das wird sich nun mit der neuen Personalie vermutlich ändern.

Die Stelle des Marketingchefs besetzt Volocopter übrigens zum ersten Mal. Zuvor hatte Mitgründer Alexander Zosel das Marketing geleitet. Welche Hoffnungen Zosel in Hinkel setzt, kann man in einem zwei Jahre alten Interview mit HORIZONT Online erahnen: "Wir wollen eine globale Marke werden, die ihren Service weltweit in allen Innenstädten anbieten möchte. Und eine globale Marke wird man nicht, wenn man nur PR macht", sagte Zosel damals.
Marcus Hinkel ist der neue Volocopter-Marketingchef
© Volocopter
Marcus Hinkel ist der neue Volocopter-Marketingchef
Beim Volocopter handelt es sich um ein senkrecht startendes, elektrisch betriebenes und autonom fliegendes Lufttaxi, das vor allem für Kurzstrecken geeignet ist. Eine Art Uber für die Luft also, an dem beispielsweise Daimler beteiligt ist. In dem Segment der Lufttaxis tummeln sich weltweit mittlerweile dutzende Unternehmen und wittern ein riesiges Zukunftsgeschäft - darunter befinden sich mit Volocopter und dem Münchner Rivalen Lilium zwei ambitionierte deutsche Player.

Im Herbst vergangenen Jahres ließ Volocopter zum ersten Mal den Prototypen eines Flugtaxis über einer europäischen Stadt abheben. In der Autostadt Stuttgart kreiste das Fluggerät vier Minuten lang über einem leeren Fußballplatz. Eine offizielle Genehmigung gibt es allerdings noch nicht. Volocopter-Chef Florian Reuter zeigte sich optimistisch, in wenigen Jahren die Genehmigung für einen Flugtaxi-Betrieb in Städten zu erhalten, in drei Jahren soll das erste Modell marktfähig sein. ron
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