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Ferrero-Mediachef Uwe Storch auf dem Deutschen Medienkongress 2019
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Ferrero

Mediachef Uwe Storch fordert einheitliche Reichweitenmessung bei Out of Home

Ferrero-Mediachef Uwe Storch auf dem Deutschen Medienkongress 2019
Vergangene Woche nahm Ferreros Head of Media Uwe Storch im HORIZONT-Interview TV-Vermarkter in die Pflicht und forderte sie zu besserer Markenführung und steigenden Reichweiten durch gezieltere Investitionen auf. Auf dem Deutschen Medienkongress äußerte sich der stellvertretende Vorsitzende der OWM zu einer anderen Gattung: Out of Home (OoH). Hier fand er deutlich freundlichere Worte - aber stellt auch hier einige Forderungen.
von Katharina Brecht Mittwoch, 23. Januar 2019
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Uwe Storch verwaltet bei Ferrero das zweitgrößte Brutto-Werbebudget in Deutschland. Wie er auf dem Medienkongress verrät, wandert davon mittlerweile "ein großer Teil" in Out of Home. Der Süßwarenhersteller investiere mehr in diese Gattung als in Online-Werbung. "Der Mediamix besteht zwar noch nicht zu 100 Prozent aus Out of Home. Aber in Zeiten, in denen große Medien an Reichweite verlieren, nimmt die Relevanz von OoH zu", so Storch. Er kündigt an, die Anteile in Zukunft weiter zu erhöhen. Denn durch die Digitalisierung böten sich etliche neue Chancen, Außenwerbung strategisch wertvoll zu nutzen.


„Wir brauchen dringend verlässliche Daten und ein gemeinsames Messkriterium.“
Uwe Storch, stellvertretender OWM-Vorsitzender
Einer der Vorteile sei zum Beispiel die programmatische Aussteuerung von Motiven. Je nach Situation können beispielsweise Pendler, Schüler oder andere Zielgruppen angesprochen werden. Der stellvertretende OWM-Vorsitzende nimmt die Vermarkter wie Wall in die Pflicht, diese und neue Technologien voranzutreiben. "Wall und andere Anbieter müssen klarmachen, welche Bedeutung Out of Home im Alltag einnehmen kann".

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Obwohl sich Storch als Fan der Gattung positioniert, räumt er ein, dass bei Weitem noch nicht alles rund läuft. "Wir brauchen dringend verlässliche Daten und ein gemeinsames Messkriterium". Die OoH-Verbände fordert er deswegen auf, sich bald auf eine einheitliche Reichweitenmessung zu einigen. In diesem Zug müsse zum Beispiel auch geklärt werden, wie das Pricing gestaltet und die Buchbarkeit gehandelt wird. "Es gibt noch viele Aufgaben, die gelöst werden müssen".


„Ich wünsche mir den Abbau von schlechten Plakaten.“
Uwe Storch, Head of Media Ferrero
Zu den Baustellen gehöre auch die Bereinigung von schlechten Plakat-Standorten. "Ich wünsche mir den Abbau von schlechten Plakaten", sagt Storch. Zur besseren Kontrolle sollten darüber hinaus auch Belegfotos von den Vermarktern standardisiert werden.  bre
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