Fastfood-Riese

Burger King holt Klaus Schmäing als neuen Marketing Director

Klaus Schmäing steuert künftig das Marketing bei Burger King
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Klaus Schmäing steuert künftig das Marketing bei Burger King
Die Hamburger Werbeagentur Grabarz & Partner bekommt bei ihrem Großkunden Burger King einen neuen Ansprechpartner. Klaus Schmäing heuert nach HORIZONT-Informationen als Marketing Director bei dem Fastfood-Riesen an. Der Manager, der von Carlsberg Deutschland kommt, tritt bei Burger King Deutschland in die Fußstapfen von  Hedi Hartmann, die bereits im April nach insgesamt knapp acht Jahren bei Burger King als Director Marketing zu Maredo gewechselt war.
Schmäing bringt reichlich Erfahrung für seine neue Aufgabe mit zu Burger King. Zuletzt war der Manager mehr als vier Jahre lang als Brand Director bei Carlsberg Deutschland tätig. Der Bierbrauer hat bereits auf den Wechsel reagiert. Mit Bianca Mittelstädt und Alexandra Albrecht treten gleich zwei Kolleginnen die Nachfolge Schmäings an. Sie sind damit für die Marken Holsten, Lübzer und Astra zuständig.


Teilen sich das Brand Marketing bei Carlsberg Deutschland: Bianca Mittelstädt und Alexandra Albrecht (re.)
© Carlsberg
Teilen sich das Brand Marketing bei Carlsberg Deutschland: Bianca Mittelstädt und Alexandra Albrecht (re.)
Vor seiner Tätigkeit bei Carlsberg hat Schmäing insgesamt zehn Jahre lang im Beiersdorf-Marketing gearbeitet, zuletzt als Senior International Brand Manager für die Sparte Derma Health Care.

Sein neuer Job verspricht spannend zu werden. Grund: Burger King gibt in diesem Jahr im Marketing mächtig Gas. Wie aus aktuellen Nielsen-Zahlen hervorgeht, hat der Burger-Brater im laufenden Jahr bereits 29,4 Millionen Euro brutto für Werbung ausgegeben - davon floss der Löwenanteil, nämlich knapp 25 Millionen Euro, ins TV. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat Burger King seine Werbespendings damit um 25,3 Prozent angehoben - und den Abstand zu Intimfeind McDonald's verkleinert. Der Marktführer hat seine Spendings in diesem Jahr zwar ebenfalls gesteigert, aber lediglich um 7,8 Prozent.


Unter dem Strich hat McDonald's mit Gesamtspendings in Höhe von 98 Millionen Euro aber freilich immer noch deutlich mehr Geld in Werbung gesteckt als Burger King. Das gilt auch fürs vergangene Jahr. 2017 steckte Burger King 46,6 Millionen Euro ins Marketing, bei McDonald's waren es 175 Millionen Euro.

Was Burger King beim Budget im Wettbewerb mit McDonald's fehlt, versucht die Marke traditionell mit außergewöhnlichen Ideen auszugleichen. Das Unternehmen sorgt seit Jahren mit kreativen Highlights weltweit für frische Impulse im Marketing. Im Rekordsommer 2018 war die Marke besonders umtriebig. In Schweden, wo wegen der Waldbrandgefahr ein landesweites Grillverbot verhängt worden war, sorgte der Fastfood-Riese erst kürzlich mit einer Grillversicherung für Aufsehen. In Kuwait nutzte Burger King die heißen Temperaturen für eine ganze besondere Marketing-Aktion - und servierte seinen Kunden den ersten sonnengegrillten Whopper. In Deutschland, wo die Kampagnen von Grabarz & Partner entwickelt werden, setzt Burger King ebenfalls auf außergewöhnliche Werbeaktionen. So etwa zur Fußball-WM, als sich Lieferdienst-Kunden bei der Aktion "Zahlen oder Zocken? ihr Fastfood mit den Füßen verdienen konnten. Den nächsten Marketing-Streich von Burger King Deutschland wird Schmäing aushecken dürfen. mas
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