Faires Gehalt, klare Kommunikation

Was Angestellte im Job am meisten bewegt

Nur 35 Prozent der befragten Angestellten haben das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse im Unternehmen Gehör finden
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Nur 35 Prozent der befragten Angestellten haben das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse im Unternehmen Gehör finden
Wenn es um die Zufriedenheit im Job geht, beschäftigt Angestellte auf der ganzen Welt vor allem eine bessere Vergütung, eine klarere Kommunikation und fähige Manager. Das ist das Ergebnis des Reports "The Employee Voice", den die dänische Mitarbeiter-Engagement-Plattform Peakon auf Basis von elf Millionen anonymen Mitarbeiter-Kommentaren aus 160 Ländern erstellt hat. Demnach ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie ein Thema, das für alle Generationen immer bedeutsamer wird.
Peakon hat in dem Report analysiert, wie zufrieden Mitarbeiter in ihrem Anstellungsverhältnis sind, was sie über ihr Verhältnis zu Vorgesetzten sagen und ob sie sich von den Arbeitgebern wertgeschätzt fühlen. Zusätzlich zur Analyse der Mitarbeiter-Kommentare hat das Unternehmen eine Umfrage unter 2000 Arbeitnehmern in Großbritannien und den USA durchgeführt.


Das Ergebnis: Nur 35 Prozent der Befragten haben das Gefühl, dass ihre Bedürfnisse im Unternehmen Gehör finden. In Deutschland sehen Mitarbeiter vor allem die Unternehmenspolitik, zu viele Meetings und die Wahrscheinlichkeit, seinen Arbeitgeber weiterzuempfehlen in einem negativen Kontext (das heißt: mit einer durchschnittlichen Bewertung von 4 Punkten auf der Peakon-Umfrageskala von 0 bis 10 Punkten). Dagegen heben die deutschen Teilnehmer Aspekte wie ein nettes Team, Teamevents und Flexibilität mit einer durchschnittlichen Bewertung von 7 Punkten positiv heraus. Zudem hat die Analyse ergeben, dass sich die Bedürfnisse von Mitarbeitern im Laufe der Betriebszugehörigkeit verändern. Während Angestellte nach zwei Jahren im Unternehmen bereits nach neuen Herausforderungen suchen, wollen sie nach mehr als zwei Jahren ihre Führungsqualitäten ausbauen und legen mit mehr als zehn Jahren Wert auf eine ausgewogene Zusammenarbeit.

"Die Daten zeigen, dass Angestellte in der besten Position sind zu sagen, was sie motiviert, um jeden Tag ihr Bestes geben zu können", sagt Martin Daniel, Community Manager bei Peakon. "Unternehmen hingegen haben die Möglichkeit – und die Verantwortung – auf den Wunsch ihrer Angestellten, sich mehr Gehör zu verschaffen, zu reagieren und eine Unternehmenskultur aufzubauen, die auf Vertrauen und Kommunikation basiert."
„Die Daten zeigen, dass Angestellte in der besten Position sind zu sagen, was sie motiviert, um jeden Tag ihr Bestes geben zu können.“
Martin Daniel
Ein weiteres Thema, das der Report in den Blick nimmt, ist die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Grundsätzlich ist die Work-Life-Belance für alle Generationen wichtig. Bei Millennials ist es jedoch zweimal wahrscheinlicher, dass sie sich auf ihr Zuhause und ihr Privatleben beziehen als andere Generationen.


Die Generation Z dagegen ist sozial bewusst und finanziell getrieben. Sie ist eine der wenigen Generationen, die in ihren Kommentaren auf soziale Belange eingeht. Dabei zeigt sich, dass die Unter-23-Jährigen sich intensiv um ihre Umgebung kümmern und die Verwendung von Plastik am Arbeitsplatz kommentieren. tt
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