Fahrdienstvermittler

Uber wirbt zum Marktstart in Hamburg mit viel Lokalkolorit

Die Sprache auf den Uber-Plakaten versteht man nicht nur in Hamburg
© Uber
Die Sprache auf den Uber-Plakaten versteht man nicht nur in Hamburg
Ab heute sind die Services UberX und UberTaxi auch in Hamburg verfügbar. Den Launch in der Hansestadt begleitet der Fahrdienstvermittler mit einer zweistufigen Marketingkampagne. Deren Ziel ist es, die lokale Markenbekanntheit zu stärken, das Interesse der Menschen an dem Produkt zu wecken und die eigenen USPs zu vermitteln. Dabei setzt Uber auf eine Sprache, die man nicht nur, aber vor allem in Hamburg versteht.

So haben die Out-of-Home-Motive Headlines wie "Das Tor zur Welt als App auf deinem Smartphone" - bekanntlich wird Hamburg aufgrund seines Hafens auch als "Tor zu Welt" bezeichnet. Ein weiterer Kampagnenslogan für den OoH-Einsatz lautet "Die zuverlässige App für Schietwetter".



Eine andere Headline geht speziell auf den Dienst UberX ein. Bei diesem Produkt steht der Fahrpreis bereits vor der Buchung fest und ändert sich auch bei längerer Fahrzeit oder Stau nicht mehr. Außerdem sieht der Kunde vor Fahrtantritt das Profil des Fahrers mit Foto, Kennzeichen und Service-Bewertung. Das entsprechende Motiv ist betitelt mit "Verhandelt wird nur auf'm Fischmarkt".
© Uber
Die von GUD Berlin kreierte Kampagne läuft in zwei Phasen ab: Ab Mitte Juli kommen für vier Wochen CRM- und Social-Media-Maßnahmen inklusive bezahlter Werbung bei Facebook und Instagram sowie Influencer-Kooperationen, Print und Car Advertising zum Einsatz. Anschließend startet der Out-of-Home-Flight auf Werbeflächen mit hoher Visibilität wie an der Reeperbahn, am Gänsemarkt, am Steindamm oder im Transit-Bereich am Flughafen. Auch Banner-Schaltungen nimmt Uber in dieser Zeit vor. Um Offline-Media kümmert sich OMD, die Online-Media-Maßnahmen bildet Uber inhouse ab.

Neben UberX startet das Unternehmen in Hamburg auch den Service UberTaxi. Dabei wird die Fahrt an ein klassisches Taxi vermittelt und die Abrechnung erfolgt zum regulären Taxi-Tarif. Außerdem bietet Uber den Hamburgern die Option Green an. Damit können die Nutzer vollelektrische Fahrzeuge buchen.
© Uber
Hamburg ist neben Berlin, München, Düsseldorf, Frankfurt am Main und Köln die sechste Stadt in Deutschland, in der Uber seinen Service anbietet. Dass man in der Hansestadt offensichtlich sehnsüchtig auf Uber wartet, belegt eine Zahl, die das Unternehmen mitteilt. So hätten allein im vergangenen Jahr über 240.000 Menschen in Hamburg versucht, per Uber-App Fahrten zu buchen.


"Um Verkehrsprobleme zu lösen, muss der Individualverkehr intelligent reduziert werden", sagt Christoph Weigler, General Manager Uber Deutschland. "Dies kann nur funktionieren, wenn es Mobilitäts-Alternativen gibt, die auf die Bedürfnisse der Nutzer zugeschnitten sind. Ein dichtes Netz aus ÖPNV, Ridesharing-Angeboten wie Uber, Bikesharing sowie Taxis wird die Menschen davon überzeugen, dass der eigene PKW nicht immer das effektivste und umweltfreundlichste Transportmittel ist."
© Uber
Durch die Kampagne dürften die Werbespendings von Uber im klassischen Bereich deutlich nach oben gehen. Laut Nielsen hat das Unternehmen in diesem Jahr bislang gerade einmal 214.000 Euro für Werbung in TV, Zeitungen und Zeitschriften ausgegeben. Im vergangenen Jahr standen am Ende Brutto-Spendings in Höhe von 3,2 Millionen Euro zu Buche. ire

stats