"Fachlich nicht nachvollziehbar und politisch durchsichtig"

ZAW kritisiert Lebensmittelstudie von AOK und Co massiv

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Der ZAW ist die Interessensvertretung der deutschen Werbeindustrie
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Der ZAW ist die Interessensvertretung der deutschen Werbeindustrie
Der Zentralverband der Deutschen Werbewirtschaft (ZAW) geht hart mit einer Studie der Universität Hamburg ins Gericht, die vom AOK Bundesverband und weiteren Organisationen finanziert wurde und an Kinder gerichtete Lebensmittelwerbung kritisiert. Der ZAW erkennt in der Studie methodische Mängel - und weist die Forderung der Studienautoren nach einem Werbeverbot strikt zurück.
Für die bereits vor der Corona-Krise durchgeführte Untersuchung Untersuchung hatte der Hamburger Wirtschaftswissenschaftler Tobias Effertz eine quantitive Auswertung vorgenommen, mit wie vielen Werbespots für ungesunde Lebensmittel Kinder zwischen 3 und 13 Jahren am Tag in Kontakt kommen. Ergebnis: Im Schnitt sind es 15, fünf im Netz und zehn im TV.

Die Finanziers der Studie nahmen die Ergebnisse zum Anlass, um ein Werbeverbot für ungesunde Kinderlebensmittel zu fordern. International gebe es hierzu bereits viele Modelle, so Kai Kolpatzik, Leiter der Abteilung Prävention beim AOK-Bundesverband. "Es scheitert also nicht am Wissen, sondern am politischen Willen. Bund und Länder müssen hier jeweils ihre Verantwortung übernehmen und eine Umsetzung forcieren."

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