Erster familienfremder CEO

Neuer Bahlsen-Chef Phil Rumbol kommt aus der Werbebranche

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In die Bahlsen-Zentrale in hannover zieht erstmals ein CEO ein, der nicht aus der Gründerfamilie kommt
© Bahlsen
In die Bahlsen-Zentrale in hannover zieht erstmals ein CEO ein, der nicht aus der Gründerfamilie kommt
Der Kekshersteller Bahlsen hat einen neuen Chef gefunden. An die Spitze des Unternehmens mit Stammsitz in Hannover rückt der Brite Phil Rumbol. Er tritt den CEO-Posten am 7. April an. Gleichzeitig soll Verena Bahlsen, Tochter von Patriarch Werner Bahlsen, das Management als "aktive Gesellschafterin" unterstützen.
Der neue Chef hat eine Vergangenheit in der Werbebranche: Bis vor kurzem war er Partner der Agenturgruppe Mullen Lowe, zu der in Deutschland die Hamburger Agentur GGH gehört. Seine eigene Firma hatte Rumbol 2017 an die Interpublic-Tochter verkauft. Davor war er im Management von Unternehmen wie Cadbury, Anheuser-Busch Inbev, Heineken und Kraft tätig. "Es ist für mich eine Ehre und ein Privileg, der erste familienfremde CEO von Bahlsen zu werden. Verena und Werner Bahlsen haben mich mit ihrer inspirierenden Vision für das Unternehmen begeistert", sagt Rumbol.


In der Öffentlichkeit war bis Anfang des Jahres darüber spekuliert worden, dass Verena Bahlsen den Chefposten übernehmen könnte. Jetzt soll sie in anderer Funktion die Interessen der Familie Bahlsen vertreten. Als "aktive Gesellschafterin" wird sie eng mit dem Management Board zusammenarbeiten, "um bei der Gestaltung und der langfristigen Ausrichtung des Unternehmens mitzuwirken", heißt es in einer offiziellen Mitteilung. "Ich freue mich, dass Verena diese Rolle übernimmt. Uns eint ein gemeinsames Verständnis, wohin wir das Unternehmen weiter entwickeln wollen", sagt ihr Vater Werner Bahlsen.

Der Kekshersteller macht schwierige Zeiten durch. 2018 (aktuellere Zahlen liegen nicht vor) sank der Umsatz um 2,5 Prozent auf 545 Millionen Euro. Als Hauptgrund für diesen Rückgang nennt das Unternehmen die negative Entwicklung im Bereich Handelsmarken. Unter dem Strich fiel ein Jahresverlust von 3,3 Millionen Euro an. mam
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