Employer Branding

Wie Accenture E-Sports für Recruiting nutzt

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Accenture und Rocket Beans stellen in fünf Folgen prominente Gamer vor
© Accenture/Youtube
Accenture und Rocket Beans stellen in fünf Folgen prominente Gamer vor
Accenture ist ein global tätiges Unternehmen mit enormen Bedarf an jungen talentierten Mitarbeitern. Doch gerade im IT-Sektor ist die Konkurrenz hier groß - weshalb Accenture nun auf einen neuen Hebel setzt, um an Nachwuchskräfte zu kommen. Das Zauberwort lautet E-Sports.
Zu diesem Zweck hat sich das Unternehmen nun mit dem Web-Sender Rocket Beans zusammengetan, der für seine Kompetenz und Reichweite in Sachen Gaming bzw. E-Sports bekannt ist. Das Konzept: In der Video-Reihe "Profiles - Ein Blick ins Leben von E-Sports Pros" besucht Moritz Haase von den Rocket Beans professionelle E-Sportler. Das Ziel ist, den Zuschauern einen Einblick in die Entstehung von heutigen Gaming-Karrieren zu ermöglichen. So sprechen die Zocker etwa über ihre ersten Schritte in der Gaming-Welt, ihren Alltag und darüber, wie sie trainieren.
Angelegt ist das gemeinsam mit der Agentur Odaline entwickelte Format auf fünf Folgen. In der ersten davon trifft Haase den "League of Legends"-Profi Janik "Jenax" Bartels von SK Gaming. Die weiteren porträtierten Gamer sind Michael "MegaBit" Bittner und Erhan "Dr. Erhano" Kayman von Werder Bremen, Marlies "Maestra" Brunnhofer aus Österreich, der Schweizer Destan "Destany" Huynh und Adrian "Lifecoach" Koy.


Auf der Accenture-Website ist "Profiles" im Karriere-Bereich angesiedelt. Bei dem Unternehmen ist man sich sicher, dass Gaming und die bei Accenture geforderten Fähigkeiten gut zusammenpassen. "Hier kommt virtuelles und echtes Leben zusammen, denn eSports und Karriere ergänzen sich", heißt es dazu auf der Website. Außerdem heißt es dort: "Unsere Accenture Berufswelt und den Kosmos des eSports verbinden mehr als die Skills der eSports-Profis – das Gaming wächst mehr und mehr in unsere Unternehmenskultur hinein."
Zudem betont Accenture den Community-Gedanken, der in der E-Sports-Welt ebenso hoch gehalten werde wie in dem IT-Konzern. "Nur gemeinsam erreichen wir Erfolge, indem jede und jeder sich mit den eigenen Skills einbringen kann", so eine Erklärung dazu im Recruiting-Bereich von Accenture.

Erste Gehversuche im E-Sports hatte Accenture bereits 2019 gestartet. Vor ziemlich genau einem Jahr startete das Unternehmen eine dreiteilige Gesprächsreihe mit Gamern dazu, was Accenture und den E-Sports-Kosmos verbindet. Außerdem lud das Unternehmen Ende des Jahres ausgewählte Tech- und Gaming-Experten nach Hamburg zur ESL One ein, einem der größten Dota2-Events der Welt.


Accenture ist nicht das einzige Unternehmen aus dem IT-Sektor, dass Gaming-Engagement und Employer Branding verbindet. Auch SAP war vor zwei Jahren mit der klaren Maßgabe gestartet, über E-Sports Nachwuchskräfte für das Unternehmen zu begeistern. Die Walldorfer wählten dabei allerdings einen etwas andern Ansatz und gingen eine Sponsoring-Partnerschaft mit dem Team Liquid, einem der besten Dota2-Teams der Welt, ein.
Corornvirus / Mann / Fenster / Zuhause
© Pixabay / Gerd Altmann
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Viele Menschen verbringen durch die Corona-Pandemie mehr Zeit in den eigenen vier Wänden. Diese Rückbesinnung auf das eigene Zuhause und das nähere Umfeld wird wahrscheinlich längerfristig sein und ein "Jahrzehnt des Zuhauses" einläuten. Das geht aus einer aktuellen Umfrage von Accenture hervor. Die Unternehmensberatung rät Unternehmen daher, sich auf diese Bedürfnisse einzustellen.

Ein weiterer Grund für Accenture, sich stärker im E-Sport zu engagieren, dürften die eigenen Prognosen für die kommenden Jahre sein. Nach einer Verbraucherumfrage kam Accenture-Manager Oliver Wright kürzlich zu dem Schluss: "Das Zuhause ist der neue Horizont – es ist zum Arbeitsplatz, zur Schule und zu einem Ort geworden, an dem man neue Hobbys ausprobieren kann." Zu diesen Hobbys gehören auch E-Sports und Gaming. Jedenfalls sind die Nutzerzahlen und Verweildauern in der Corona-Zeit hier deutlich gestiegen. ire
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