Einstweilige Verfügung

Hummel geht gegen Schuhkollektion von Cathy Hummels vor

Cathy Hummels wollte eigentlich nicht über die Einstweilige Verfügung sprechen, schreibt sie auf Instagram
© Cathy Hummels via Instagram
Cathy Hummels wollte eigentlich nicht über die Einstweilige Verfügung sprechen, schreibt sie auf Instagram
Sechs Buchstaben haben sie gemeinsam. Deshalb will das dänische Unternehmen Hummel nun Cathy Hummels, der Frau von Fußballer Mats Hummels, verbieten lassen, Schuhe unter ihrem Namen auf den Markt zu bringen.

Cathy Hummels hat sich mit ihrer Schuhkollektion juristischen Ärger eingehandelt. Der dänische Sportschuh-Hersteller Hummel hat der Ehefrau von Fußball-Nationalspieler Mats Hummels per einstweiliger Verfügung verboten, Freizeitschuhe mit dem Schriftzug "Hummels" auf den Markt zu bringen. Das Landgericht Hamburg gab einem entsprechenden Antrag auf einstweilige Verfügung im Wesentlichen statt, wie ein Gerichtssprecher am Donnerstag bestätigte.

Die Firma aus Dänemark wirft der Spielerfrau Markenverletzung vor - mit der Begründung: Hummel und Hummels - das klinge einfach zu ähnlich. "Die Zeichen stimmen in sechs von sieben Buchstaben überein", stellte das Gericht in seinem Beschluss fest.


Die 30-Jährige kündigte bei Instagram an, sie werde "kämpfen für meinen Namen, in dem nunmal die Hummel steckt". Ihr Anwalt Christian-Oliver Moser sagte der Deutschen Presse-Agentur in München, sie wolle "selbstverständlich" gegen die einstweilige Verfügung vorgehen. "Das Gericht hat hier ohne eine Anhörung unserer Mandantin entschieden." Die Ansprüche der Firma Hummel seien unbegründet. Der Anwalt betonte: "Die Benutzung ihres Familiennamens kann im Übrigen auch die Firma Hummel unserer Mandantin nicht verbieten."

Cathy Hummels hatte Sneaker mit dem "Hummels"-Schriftzug, aufgedruckten Hummeln, Satin-Schnürsenkeln und Plateau-Sohlen entworfen und ihre Schuhkollektion im Juni in München präsentiert. Dabei sagte sie: "In meinem Namen steckt ja eben die Hummel, und die Hummel ist ein Tier, das ich sehr, sehr gerne mag." Es gehe ihr auch um den Wiedererkennungswert ihrer Produkte.


In jüngster Vergangenheit handelte sich die Dreißigjährige schon eine Einstweilige Verfügung ein: Der Verband Sozialer Wettbewerb befindet sich mit der Spielerfrau in einem Rechtsstreit wegen vermeintlicher Schleichwerbung auf Instagram. Auch in diesem Fall kündigte Hummels an, Einspruch gegen diese Verfügung einlegen. dpa/bre

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