Eine Packung pro Kunde

Aldi bietet Corona-Schnelltests schon ab dem 6. März an

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Der Corona-Schnelltest von Aldi
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Der Corona-Schnelltest von Aldi
Nach der Ministerpräsidentenkonferenz vom Mittwoch ist klar: Deutschland geht im Kampf gegen die Corona-Pandemie in eine neue Phase, in der endlich auch Lockerungen winken. Doch wer davon profitieren will, wird immer wieder eines vorweisen müssen - nämlich einen negativen Corona-Test. Der Handel scharrt bereits mit den Hufen. So hat unter anderem Aldi angekündigt, in Kürze Schnelltests für Zuhause verkaufen zu wollen.
Ein Besuch im Biergarten, im Kosmetikstudio oder eine sonstige "körpernahe Dienstleistung" gefällig? Wer sich in den kommenden Wochen etwas gönnen will, der kommt an regelmäßigen Corona-Tests nicht vorbei. Das Problem: Die kostenlosen Corona-Tests, die die Bundesregierung ab kommender Woche anbieten und durch geschultes Personal etwa in Testzentren oder Praxen durchführen lassen will, sind zunächst auf einen Test pro Woche begrenzt. Heißt: Wer flexibel sein will, muss sich weitere Tests besorgen. 

Dabei helfen will unter anderem Aldi. Der Discounter will bereits ab dem 6. März in allen Filialen von Aldi Nord und Aldi Süd Corona-Schnelltests als Aktionsartikel verkaufen. Der Antigen-Schnelltest der Aesku Group, der eine hohe Sensitivität von 96 Prozent verspricht und nach einem Nasenabstrich Ergebnisse nach 15 Minuten liefern soll, kostet in der 5er-Packung knapp 25 Euro. Vorteil: Er ist explizit für den Heimgebrauch zugelassen, sodass der Aufwand für den Besuch eines Testzentrums oder des Hausarztes wegfällt. Zudem kann er direkt an der Kasse erworben werden.  Allerdings ist die Abgabe begrenzt. Um möglichst vielen Kunden die Möglichkeit zu geben, Schnelltests zu erwerben, ist lediglich eine Packung pro Kunde zugelassen.

Aldi ist nicht das einzige große Handelsunternehmen, das den voraussichtlich massiv steigenden Bedarf an Corona-Tests decken will. So hat auch die Drogeriekette DM, die bereits im vergangenen Herbst mit einem Antikörpertest vorgeprescht war, kürzlich angekündigt, ab 8. März Corona-Schnelltests für den Hausgebrauch anzubietenSebastian Bayer, DM-Geschäftsführer für Marketing und Beschaffung, hatte den Verkaufsstart allerdings davon abhängig gemacht, dass der Hersteller seine Lieferzusage einhalten könne. 

Doch DM will mehr bieten als Schnelltests für zuhause. So startet die Drogeriekette gemeinsam mit dem Ministerium für Soziales und Integration in Baden-Württemberg und der Koordinierungsstelle des Landes am heutigen Donnerstag eine Initiative mit dem Ziel, Schnelltest-Center für kostenfreie und zertifizierte Corona-Schnelltests bei DM-Märkten im Bundesland aufzubauen. Ein erster Testlauf soll in dieser Woche vor dem Firmensitz in Karlsruhe, dem DM-dialogicum, erfolgen.

Auch die Drogeriegruppe Müller will ab nächster Woche nasale Corona-Schnelltests in ihren 571 Filialen sowie online anbieten. Wettbewerber Rossmann wird voraussichtlich ab dem 17. März mit Tests aus dem Hause Boson Biotech starten. Auch hier soll die Abgabemenge pro Haushalt zunächst auf vier Stück begrenzt werden. mas
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