Ehsan Abassi

Frankfurter Straßenkicker wird globales Adidas-Testimonial

Ehsan Abassi darf weltweit für Adidas werben
© Adidas
Ehsan Abassi darf weltweit für Adidas werben
Adidas sendet eine Botschaft, die vor dem Hintergrund der Diskussionen um Mesut Özil eine ganz neue Qualität bekommt: Globaler Markenbotschafter für den Fußballschuh Copa ist unter anderem ein 21-Jähriger Frankfurter, der als Kind aus dem Iran geflohen war. Ehsan Abassi wird in der weltweiten Kommunikation neben den Superstars Gabriel Jesus, Paul Pogba und Lionel Messi zu sehen sein.
Ingesamt stellt Adidas kurz vor dem Start der europäischen Fußballligen in die neue Saison vier Modelle vor. Die anderen Schuhe aus dem "Team Mode"-Pack namens X, Predator und Nemeziz werden dabei von den Profis getragen, entsprechend kann Adidas sie mit seinen Top-Werbegesichtern promoten. Den Copa hingegen trägt aktuell kein Profi auf dem Platz.
Ein Motiv aus der Kampagne
© Adidas
Ein Motiv aus der Kampagne



Deswegen geht Adidas im Marketing für diesen Schuh einen anderen Weg und greift auf Botschafter aus dem Community-Programm der Marke zurück. Hierzulande ist das Ehsan Abassi. Er wird unter anderem auf PoS-Motiven sowie auf einem Banner auf der Adidas-Website zu sehen sein.

Der 21-Jährige war einst im Rahmen der "Tango League" aufgefallen, der Straßenfußball-Turnierserie von Adidas. Danach nahmen ihn die Herzogenauracher in ihren "Club of 35" auf. Dabei handelt es sich um ein deutschlandweites Netzwerk aus Markenbotschaftern, die exklusiven Zugang zu Produkten und Events erhalten und der Marke ihr Feedback und eigene Ideen zurückspielen können. Auf diese Weise will Adidas ein besseres Gefühl für die Bedürfnisse der Zielgruppe bekommen.
Im vergangenen Jahr wurde Abassi schließlich Teil des "Tango Squad F.C.". In diesem Team spielen Fußballer aus ganz Europa mit Spielern von großen Adidas-Clubs wie Real Madrid und Juventus Turin. Die Erlebnisse des internationalen Teams bereitet Adidas in Form einer Content-Marketing-Kampagne auf.


"Die Geschichte von Ehsan ist ein Sinnbild für die erfolgreiche Arbeit, die wir in Deutschland und auf der ganzen Welt mit unseren Fußball-Communities leisten", sagt Marc Oltmann, Director Brand Communications Market Central bei Adidas. "Wir glauben daran, dass Sport die Kraft hat, Leben zu verändern. Darauf zahlen unsere Grassroots-Aktivierungen rund um die Tango League ein. Und die Reise von einem Straßenfußballturnier in Frankfurt zu einer globalen Kampagne mit Pogba, Messi und Jesus ist ein besonders guter Beleg dafür, dass es funktioniert."
In der Kampagne darf Abassi gemeinsam mit Gabriel Jesus, Paul Pogba und Leo Messi auftreten
© Adidas
In der Kampagne darf Abassi gemeinsam mit Gabriel Jesus, Paul Pogba und Leo Messi auftreten
Der Launch der "Team Mode"-Kampagne fällt in eine auch für Adidas schwierige Zeit. Durch den Rücktritt von Mesut Özil diskutiert Deutschland derzeit über Rassismus im Sport und darüber hinaus. Gleichzeitig wird der Profi des FC Arsenal wegen seines Treffens mit dem türkischen Präsidenten Recep Tayyip Erdogan nach wie vor kritisiert. Adidas steht mit all dem in Verbindung: In seinem dreiteiligen Social-Media-Statement äußerte sich Özil auch zu Sponsoren und hob dabei Adidas lobend hervor.

Das Unternehmen selbst stand auch nach der Erdogan-Affäre zu seinem Testimonial: "Der Termin von Mesut Özil mit dem türkischen Staatspräsidenten Erdogan hat nicht im Rahmen seiner Tätigkeit als Markenbotschafter von Adidas stattgefunden. Aus diesem Grund kommentieren wir das Zusammentreffen und das Foto, das dort entstanden ist, nicht", so Sprecher Oliver Brüggen. ire
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