Jung von Matt/Next Alster

Albi lässt die Früchtchen tanzen

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Im TV-Spot von Albi steppt nicht der Bär., sondern die Safttüten
© Albi
Im TV-Spot von Albi steppt nicht der Bär., sondern die Safttüten
Albi startet eine umfangreiche Werbeoffensive: Der zum Edeka-Konzern gehörende Fruchtsafthersteller wirbt ab dieser Woche im TV, in der Außenwerbung, Online und am Point of Sale. Zentrales Element der Kampagne ist die Analogie zu dem englischen Begriff "I’ll be", der so ähnlich wie der Markenname klingt. Eine Steilvorlage hat die für die Kreation zuständige Agentur Jung von Matt/Next Alster in der Musikhistorie gefunden.
In dem TV-Spot tritt eine Band aus Albi-Verpackungen auf, die den R&B-Klassiker "I'll be around" von den Spinners zum Besten geben. Die 1972 veröffentlichte Single schaffte es bis auf Platz 3 der amerikanischen Charts. Albi veröffentlicht die Neuinterpretation des Songs auch auf Spotify.
Auch der Rest der Kampagne dreht sich rund um das "I'll be"-Motiv. Auf den Out-of-Home-Plakaten, die in großen deutschen Städten zu sehen sind, wirbt Albi mit Sprüchen "Albi there for you" oder "Albi your hero". Zusätzliche Verlängerung erfährt die Kampagne auf Facebook und Instagram. Entwickelt wurde die Kampagne von Jung von Matt/Next Alster, für die Produktion zeichnte Parasol Island verantwortlich. Musik Supervision und Produktion kommen von White Horse Music.


Albi, seit 2017 Teil des Edeka-Universums, wagt sich damit aus der werblichen Deckung. In den vergangenen fünf Jahren war das Unternehmen der Brutto-Werbestatistik von Nielsen zufolge so gut wie gar nicht in der klassischen Werbung präsent.

Dennoch verfügt die im baden-württembergischen Bühlenhausen beheimatete Marke über eine bemerkenswerte Marktstellung. Der Verbraucher-Umfrage VUMA aus dem vergangenen Jahr zufolge gaben 6,9 Prozent von über 20.000 Befragten an, in den vergangenen vier Wochen Saft der Marke getrunken zu haben. Damit rangierte Albi hinter den "großen Vier" Hohes C, Granini, Valensina und Punica. Noch besser schnitten nur die Handelsmarken von Aldi oder Lidl ab, die gebündelt ausgewiesen wurden.


Diese Position möchte Albi offenbar durch eine verstärkte werbliche Präsenz halten bzw. ausbauen. Zumal der Saftmarkt weiter wächst: Der Umsatz in diesem Segment wird Statista zufolge in diesem Jahr etwa 9,6 Milliarden Euro betragen, was einem Pus von 2,4 Prozent entspräche. Der durchschnittliche Pro-Kopf-Verbrauch beträgt im Jahr 2020 rund 23,6 Liter. Auch bis 2023 soll der Markt in diesem Tempo weiter wachsen. ire
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