E-Zigaretten

Juul verzichtet auf Social Media

Juul startet Mitte Juni eine große Plakatkampagne in Deutschland
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Juul startet Mitte Juni eine große Plakatkampagne in Deutschland
In den USA ist Juul bereits Marktführer bei E-Zigaretten. Jetzt will die Marke auch hierzulande angreifen und startet Mitte des Monats eine große Werbekampagne. Den Auftritt lässt sich das Unternehmen nach eigenen Angaben einen hohen einstelligen Millionenbetrag kosten. Die Verantwortlichen um Geschäftsführer Markus Kramer setzen dabei zunächst ausschließlich auf Plakatwerbung.
Zu einem späteren Zeitpunkt könnte womöglich Kinowerbung dazukommen, dies sei derzeit aber noch nicht geplant, teilt ein Sprecher mit. Eine vollständige Absage erteilt das Unternehmen dagegen dem Einsatz von Social Media – und begründet diesen Schritt mit Jugendschutz. "Da soziale Medien in erheblichem Maße auch von Jugendlichen genutzt werden, verzichten wir weltweit und in allen Märkten auf die Nutzung von Social Media", erklärt der Sprecher auf Anfrage.


In den USA gilt Juul gerade bei jungen Leuten als Trendprodukt und wird zu einem nicht unerheblichen Anteil von Jugendlichen konsumiert. Das bringt dem Hersteller der E-Zigarette, der im vorigen Jahr 35 Prozent seiner Anteile für fast 13 Milliarden US-Dollar an den Tabakkonzern Altria verkauft hat, immer wieder Kritik ein, zumal die Nikotinkonzentration in den Pods besonders hoch ist. In Deutschland sind sie nur mit einem geringeren Nikotinanteil erhältlich. Juul selbst versichert, dass man sich mit dem Produkt und seiner Werbung ausschließlich an erwachsene Raucher wende. Erst vor kurzem haben die beiden deutschen Branchenverbände BfTG und VDeH einen entsprechenden Werbekodex verabschiedet.

Im Mittelpunkt der hiesigen Werbekampagne steht zunächst das Produkt als Rauch-Alternative. In einer zweiten Phase sollen "echte" ehemalige Raucher ab 30 Jahre von ihren Erfahrungen mit dem Umstieg auf Juul berichten. Der Auftritt wurde nach Auskunft des Firmensprechers inhouse entwickelt. Um die Mediaschaltung kümmert sich OMG. In den USA arbeitet das Unternehmen seit dem vergangenen Jahr mit der Omnicom-Tochter DDB zusammen. mam
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