E-Zigaretten

Juul legt geplante Werbekampagne auf Eis

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Juul kämpft aktuell mit massiven Problemen
© Juul
Juul kämpft aktuell mit massiven Problemen
Eigentlich wollte die E-Zigarettenmarke Juul im Herbst den zweiten Flight ihrer Werbekampagne für den deutschen Markt starten. In dem Auftritt sollten ehemalige echte Raucher erklären, warum sie auf Juul umgestiegen sind. Doch daraus wird nun nicht, zumindest vorerst. Wie ein Sprecher des Unternehmens gegenüber HORIZONT erklärt, wird der Auftritt erst mal auf Eis gelegt. In den kommenden Wochen soll entschieden werden, ob und wie es mit der Kampagne weitergeht.
Über mögliche Gesundheitsgefahren von E-Zigaretten wird aktuell heftig diskutiert. In den USA werden einige ungeklärte Todesfälle mit den Verdampfern in Verbindung gebracht. Zudem wird den Herstellern vorgeworfen, mit ihren Produkten gezielt Jugendliche anzusprechen und diese in die Nikotionsucht zu treiben. Anbieter wie Juul verwahren sich gegen solche Vorwürfe und betonen, mit ihrer Werbung ausschließlich erwachsene Raucher zu adressieren.


Gleichwohl steckt die Firma, an der sich im vorigen Jahr der Tabakkonzern Altria (Marlboro) beteiligt hat, derzeit in großen Schwierigkeiten. Zuletzt wurde bekannt, dass in den USA 500 Stellen gestrichen und die Marketingausgaben reduziert werden sollen. Zuvor hatte das Unternehmen angekündigt, in den Vereinigten Staaten sämtliche Produktwerbung zu stoppen und dort auch den Verkauf von aromatisierten Liquids in Geschmacksrichtungen wie Mango, Creme und Frucht auszusetzen. Diese Sorten sollen vor allem bei Jugendlichen besonders beliebt sein.

In Deutschland ist der Verkauf von Juul-Liquids derzeit ohnehin rechtlich untersagt - wegen der Verletzung von Kennzeichnungspflichten. Bereits an den Handel gelieferte Ware ist jedoch nicht von dem Verkaufsstopp betroffen. mam
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