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Der Lockdown hat den E-Commerce in Deutschland beflügelt
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E-Commerce

Viele Verbraucher probierten im Lockdown neue Marken aus - und bleiben ihnen treu

Der Lockdown hat den E-Commerce in Deutschland beflügelt
Die Coronakrise und der Lockdown haben nicht nur den E-Commerce beflügelt, sondern auch vielen Marken neue Kunden beschert. Laut einer Umfrage von Bazaarvoice haben vor allem junge Kunden im Netz neue Produkte entdeckt und sind ihnen vielfach treu geblieben. 
von David Hein Freitag, 04. September 2020
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So haben weltweit 39 Prozent der Befragten - rund 8000 Verbraucher in den USA, Großbritannien, Kanada, Frankreich, Australien und Deutschland - während des Lockdowns neue Marken ausprobiert. Mehr als vier von fünf Kunden (88 Prozent) wollen diese Marken auch weiterhin kaufen. In Deutschland sind vor allem junge Kunden experimentierfreudig: Von den 18- bis 24-Jährigen probierte jeder Zweite neue Produkte aus, während bei den über 65-Jährigen nur 12 Prozent mit ihren Kaufgewohnheiten gebrochen haben. Von den Befragten in Deutschland, die neue Marken ausprobiert haben, wollen 86 Prozent diese auch weiterhin kaufen. 


Haupttreiber dieser Experimentierfreude waren die Einschränkungen durch die Corona-Pandemie. Mehr Verbraucher bestellten häufiger Waren im Internet: Während der Corona-bedingten Beschränkungen haben in Deutschland 53 Prozent der Verbraucher mehrmals pro Monat online eingekauft, 33 Prozent sogar mindestens einmal pro Woche. Besonders junge Konsumenten nutzten Online-Angebote: Ein Fünftel aller 18- bis 24-Jährigen shoppte mehrmals pro Woche im Internet. 

Dabei probierten viele Verbraucher (17 Prozent) auch neue Angebotsformen wie zum Beispiel Abos für Lebensmittel oder Hygieneartikel aus. 87 Prozent wollen diese Abos auch weiterhin nutzen. Vor allem der Convenience-Faktor (40 Prozent), regelmäßige Lieferungen (34 Prozent) und die Ersparnis gegenüber Einzelkäufen (32 Prozent) überzeugen diese Kunden. 


Dass in wirtschaftlich unsicheren Zeiten der Preis zu einem entscheidenden Kaufargument wird, haben schon andere Umfragen gezeigt. Das bestätigt auch die Erhebung von Bazaarvoice: Für 35 Prozent der Befragten ist der Preis der zentrale Faktor bei der Kaufentscheidung. Weitere wichtige Faktoren sind die Möglichkeit, das Produkt online kaufen zu können (16 Prozent), die Verfügbarkeit des Produktes (15 Prozent) und die Bewertungen anderer Kunden (13 Prozent). Werbung spielt dagegen nur bei 4 Prozent der Befragten eine Rolle bei der Kaufentscheidung. 

"Amazon war der große Gewinner der vergangenen Monate. Die sich ändernden Kaufgewohnheiten sind aber eine Chance für alle Marken, neue Kunden zu gewinnen, die dem Unternehmen dann auch weiterhin treu bleiben", betont Tobias Stelzer, Head of Sales Central Europe bei Bazaarvoice: "Der Erfolg von Abonnements beweist den rapiden digitalen Wandel, den wir aktuell durchlaufen." dh
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