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Bei Douglas wird nun das Dufterlebnis digitalisierbar
Douglas
Digitale Transformation

Warum bei Douglas jetzt eine KI die richtigen Düfte erschnuppert

Bei Douglas wird nun das Dufterlebnis digitalisierbar
Gerade rechtzeitig zum Weihnachtsshopping hat der Beauty-Händler Douglas seinen ersten digitalen Duftberater gestartet. Die zusammen mit dem Kosmetikhersteller Puig entwickelte KI-Lösung ist für Douglas ein weiterer wichtiger Schritt in der Transformation zur digitalen Plattform für Beauty-Produkte und -Dienstleistungen. Der Fragrance Finder soll online personalisierte Duftempfehlungen geben können und erleichtert damit Kauf-Entscheidungen in einer Produktkategorie, in der Kunden bisher besonders häufig die Beratung im stationären Handel brauchten.
von Santiago Campillo-Lundbeck Mittwoch, 22. Dezember 2021
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Es läuft aktuell gut für Douglas: Im 4. Quartal des Geschäftsjahres 2020/21 konnte der Handelskonzern seinen Umsatz auf vergleichbarer Fläche um 7,3 Prozent steigern. Aber die eigentlich entscheidende Wachstumsdynamik vor dem Hintergrund der gültigen Digital-First-Strategie von Douglas ist das Wachstum im E-Commerce. Und da sieht es mit einer Umsatzsteigerung von 16,7 Prozent auf 211 Millionen Euro im 4. Quartal besonders gut aus.

Damit diese Dynamik nicht nachlässt muss Douglas allerdings noch weiter an seinem digitalen Kundenerlebnis feilen. Ein Baustein der Strategie ist künftig der neue Fragrance Finder. „Sich online für einen neuen Duft zu entscheiden, war bis jetzt gar nicht so leicht, da man diesen nicht riechen kann. Mit dem ‚Fragrance Finder‘ digitalisieren wir die Duftberatung und schaffen für unsere Kund*innen nun ein virtuelles Dufterlebnis“, sagt Vanessa Stützle, CDO Douglas Group.

Der Fragrance Finder soll aber auch Kaufimpulse für den stationären Handel liefern, sagt Stützle: „Mit einer zielsicheren Online-Beratung unterstützen wir die Kaufentscheidung. Gleichzeitig bilden wir somit auch eine Schnittstelle zu unserem Filialgeschäft: Im Anschluss an die digitale Beratung kann die personalisierte Auswahl dann im Store erprobt werden.“ Im Fragrance Finder können Kunden über ausgewählte Duftkriterien und unter Angabe von Lieblingsdüften ihren Wunschduft präzise beschreiben. Anschließend erhalten Kunden ein olfaktorisches Profil, aufgeschlüsselt nach Lieblings-Duftnoten. Auf dieser Basis gibt der Fragrance Finder Empfehlungen, welche Düfte die favorisierten Duftnoten enthalten, dabei lässt sich beispielsweise nach Duftgruppen oder Lieblingsmarken filtern.

Der KI-basierte Parfümberater ist in Zusammenarbeit mit dem spanischen Parfümunternehmen Puig entstanden und wurde schon bei Nocibé, der französischen Tochtergesellschaft von Douglas, getestet. Wie effektiv solche digitalen Beratungsinstrumente für den Erfolg einer Marke sein können, belegt der Optik-Händler Mr. Spex, der mit einer AR-Lösung die virtuelle Brillenprobe auf seiner Website ermöglicht.

Die Suche nach neuen Technologien hat Douglas mit seinem Gründer-Wettbewerb „Beauty Futures – The Douglas Innovation Pitch” institutionalisiert. Und die Sieger der jüngsten Auflage zeigen, wie weit gestreut die Produktinteressen des Kosmetik-Händlers mittlerweile sind: Der erste Platz in der Kategorie „Beauty Technology“ ging an Million Friends / Perfood, die mit ihrer patentierten Technologie, der Analyse der glykämischen Reaktion einer Person auf Lebensmittel, eine personalisierte Ernährungsberatung anbieten wollen. Ein weiterer Sieger ist „Nayca – das Wärmeherz gegen Menstruationsschmerzen“. In der Kategorie „Green Retail“ gewann das britische Start-Up Provenance, das eine Softwarelösung für die Nachhaltigkeitskommunikation entwickelt hat. cam
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