Channel

Der Dialogmarketing-Monitor 2021 meldet ein Wachstum bei den Dialogmedien
Deutsche Post
Dialogmarketing-Monitor 2021

So stark hat Corona die Dialogmedien beflügelt

Der Dialogmarketing-Monitor 2021 meldet ein Wachstum bei den Dialogmedien
Der Lockdown hat den Dialogmedien im vergangenen Jahr nicht geschadet. Im Gegenteil. Die Unternehmen haben 2020 insgesamt 20,4 Milliarden Euro in Dialogmedien investiert. Das ist ein Plus von 300 Millionen Euro, während die klassischen Medien bei 18,9 Milliarden Euro stehen, mit einem Minus von 3,3 Milliarden Euro. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle Dialogmarketing-Monitor der Deutschen Post, den das Unternehmen heute publiziert hat. Danach kommen Onlinemarketing, Print-Mailings und Telefonmarketing auf einen Anteil von 52 Prozent und liegen damit über den klassischen Medien.
von Michael Reidel Montag, 11. Oktober 2021
Alle Artikel
X

Corona hat im deutschen Werbemarkt im vergangenen Jahr Spuren hinterlassen. 39,3 Milliarden Euro bedeuten ein Minus von 7 Prozent. Vor allem bei den Klassik-Medien sind die Unternehmen auf die Bremse gegangen. Hier fehlen gegenüber dem Vorjahr 3,3 Milliarden Euro. Doch die Zahlen für das vergangene Jahr erzählen noch eine andere Geschichte. Erstmals überholen die Dialogmedien - dazu zählen Onlinemarketing, Print-Mailings und Telefonmarketing - die klassischen Medien mit 20,4 Milliarden Euro und einem Marktanteil von 52 Prozent. Die Gattung legt gegen den Trend am Werbemarkt zu, um 300 Millionen Euro. Das geht aus dem heute veröffentlichen Dialogmarketing-Monitor der Deutschen Post hervor.


Das Wachstum kommt aus dem Onlinemarketing. Hier haben die Unternehmen 13,2 Milliarden Euro investiert, das ist ein Plus von 14 Prozent. Vor allem die verstärkten E-Commerce-Aktivitäten des Handels tragen dazu bei. So stiegen die Budget-Anteile für Suchmaschinen- oder Social-Media-Marketing sowie für Display oder Videowerbung und E-Mail-Marketing laut Monitor deutlich. Auch hätten die Unternehmen den der Budget-Anteil für Werbesendungen im Schnitt öfters erhöht als reduziert. So konnten diese im Ranking der Mediengattungen ihren dritten Platz mit 6,3 Milliarden Euro behalten, hinter Online und Print-Anzeigen (6,7 Milliarden Euro), aber vor der vor TV-Werbung mit 6,2 Milliarden Euro.

Schaut man sich die Branchen an, fällt auf, dass alle ihre Werbeinvestitionen zurückgefahren haben. Das meiste Werbegeld - 16,3 Milliarden Euro, Minus 800 Millionen - investierten die Dienstleister.  Davon floss der größte Anteil ins Online-Marketing (38 Prozent). Beim Handel stehen 12,3 Milliarden Euro in der Bilanz, ein Minus von 1,7 Milliarden Euro. Bei den Unternehmen spielen Print-Mailings eine ebenso wichtige Rolle wie das Online-Marketing, in beide Bereiche flossen je 30 Prozent des Werbebudgets. Das produzierende Gewerbe investierte 10,7 Milliarden Euro in Werbung: vor allem in TV (32 Prozent), aber fast genauso viel in Online-Marketing (31 Prozent). Und auch das gehört zu den Ergebnissen. 44 Prozent der Unternehmen sprechen Bestandskunden gezielt mit den Dialogmedien an gezielt an, im Handel sogar die Hälfte. Dabei gelten E-Mail-Marketing sowie Werbesendungen als Leitmedien. Volladressierte Werbesendungen schätzen die Unternehmen insbesondere für deren Eignung für die Kundenbindung, die persönliche Ansprache und die hohe Akzeptanz bei den Kundinnen und Kunden.

Das scheint nicht zu weit hergeholt zu sein. Erstmals hat die Studie die Sicht der Konsumentinnen und Konsumenten aufgenommen, um Einblicke in die Nutzung von Print-Mailings zu bekommen. 82 Prozent der Empfängerinnen und Empfänger blättern adressierte Werbesendungen durch, etwa 60 Prozent der Print-Mailings werden von mehr als einer Person im Haushalt angesehen, knapp die Hälfte nutzt Werbesendungen für eine Bestellung oder einen Einkauf. Etwa neun von zehn der Empfängerinnen und Empfänger lösen Coupons ein oder nutzen Warenproben, die sie geschickt bekommen. "Durch die Befragung der Konsumentinnen und Konsumenten sehen wir, wie intensiv auch gedruckte Werbesendungen genutzt werden", sagt Dirk Görtz, Vice President Dialogmarketing bei der Deutschen Post. mir

    stats