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Netto attackierte Rewe mit einer frechen Guerilla-Aktion - und Walter Freiwald
Netto
Preis-Show mit Harry Wijnvoord

So frech fahren Netto und Walter Freiwald Rewe in die Parade

Netto attackierte Rewe mit einer frechen Guerilla-Aktion - und Walter Freiwald
Harry Wijnvoord und Walter Freiwald haben zusammen TV-Geschichte geschrieben. Acht Jahre lang standen die beiden in der legendären RTL-Show "Der Preis ist heiß" vor der Kamera - Wijnvoord  als Moderator, Freiwald als Preis-Ansager. Am vergangenen Wochenende gab es ein Wiedersehen - allerdings nicht in Form eines netten Plauschs bei RTL. Vielmehr sind die beiden im Werbekrieg zwischen Netto und Rewe zwischen die Fronten geraten.
von Marco Saal Montag, 01. April 2019
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Viele deutsche Verbraucher machen ihre Kaufentscheidung nach wie vor in erster Linie vom Preis abhängig - vor allem beim Lebensmittelhändler. Dass neben den Discountern auch Premium-Händler die Kunden mit Tiefstpreisangeboten umwerben, ist vor diesem Hintergrund nachvollziehbar. Wie kreativ die Handelsunternehmen die Preiskommunikation gestalten, davon konnten sich am vergangenen Samstag Passanten in einer Berliner Fußgängerzone überzeugen.


Um seine Preiskompetenz zu unterstreichen, hatte Rewe eigens den früheren RTL-Moderator Harry Wijnvoord für eine Marketing-Aktion verpflichtet. Unter dem Motto "Der Preis ist günstig" machte sich dieser in einem Berliner Pop-Up-Store für Rewe stark.

Doch der Kölner Handelsriese hatte die Rechnung ohne Netto und seine Agentur Jung von Matt gemacht. Der Discounter aus dem bayerischen Maxhütte-Haidhof sorgte für eine faustdicke Überraschung, die Rewe und seinem prominenten Testimonial gar nicht geschmeckt haben dürfte. Denn während Wijnvoord hinter verschlossenen Türen alles gab, um mit der Botschaft "Der Preis ist günstig" bei den Kunden durchzudringen, versalzte Netto seinem Wettbewerber mit einer spontanen Guerilla-Aktion gehörig die Suppe. 


"Der Preis ist günstiger", lautete das Motto der Gegenveranstaltung von Netto, für die der Discounter eigens Walter Freiwald verpflichtet hatte. Der frühere Kompagnon Wijnvoords veranstaltete direkt vor dem Rewe-Pop-up-Store auf einem umgebauten Pritschenwagen eine spontane Rateshow, bei der Teilnehmer die Netto-Preise verschiedener Wettbewerbsartikel schätzen mussten und mit etwas Glück Netto-Einkaufsgutscheine gewinnen konnten. Dass dabei Rewes Billig-Eigenmarke ja! schlecht wegkam, weil eben die Netto-Produkte stets billiger waren, versteht sich von selbst.

"Netto ist bekannt für kreatives, humorvolles Marketing. Mit der heutigen Aktion beziehen wir uns auf unsere günstige Preisstrategie", kommentiert Christina Stylianou, Leiterin Netto-Unternehmenskommunikation, die Guerilla-Aktion,d ie auch auf Facebook und Instagram begleitet wurde. mas 

Update, 3. April, 16:20 Uhr

Rewe nimmt wie folgt zu dem thema Stellung:

Mit Verwunderung haben wir die „Guerilla - Marketing-Aktion“ eines Wettbewerbers vor unserem PopUp Store in Berlin zur Kenntnis genommen. Grundsätzlich begrüßen wir immer den sportlich-kommunikativen Wettbewerb mit anderen Unternehmen, gerade dann, wenn er mit einem Augenzwinkern und kreativ daherkommt. Was aber gegen jede Form von Fairness verstößt, ist, wenn – wie in Berlin geschehen – die allgemeinen Umgangsregeln nicht eingehalten und unwahre Informationen suggeriert werden. Denn: die Preise von ja! folgen täglich exakt dem Preisniveau der beiden führenden Discounter in Deutschland. Wer es nicht glaubt, kann täglich den Praxistest bei REWE machen.

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