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Warum der Finanzdienstleister seine Kampagne anpasst

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Die Deka-Bank hat ihre Kommunikation in der Zeit der Krise angepasst
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Die Deka-Bank hat ihre Kommunikation in der Zeit der Krise angepasst
Die Dekabank startet in dieser Woche die zweite Phase ihrer aktuellen Kampagne "Gemeinsam durch diese Zeit". Der Auftritt des Wertpapierhauses der deutschen Sparkassen-Finanzgruppe ist eng mit der aktuellen Kommunikation des DSGV vernetzt. Die Kreation kommt wie gehabt von Stammbetreuer Scholz & Friends.
Wenn es so etwas wie eine positive Nachricht in diesen Tagen aus dem Finanzsektor gibt, dann gehört diese dazu: "In Deutschland entwickelt sich zunehmend wirklich eine Wertpapierkultur", sagt Lothar Weissenberger. Und daran hat die Dekabank, deren Marketingchef Weissenberger ist, ihren Anteil.


Vor über zwei Jahren haben er und sein Team mit "Unterschätzen Sie die Zukunft nicht" eine Plattform geschaffen, mit deren Hilfe der Anlage- und Vermögenspezialist der Sparkassen-Finanzgruppe die Bedeutung von Aktien und Fondssparen in zinsschwachen Zeiten immer wieder neu auflädt - zuletzt mit der Interpretation von Filmklassikern aus verschiedenen Genres.

Doch mit dem Beginn der Corona-Pandemie pausiert die Kampagne. Innerhalb weniger Tage hat das Marketingteam der Dekabank aus dem Homeoffice heraus einen neuen Auftritt geschaffen. Mit anderen Bildwelten und einer anderen Tonalität. "Wir haben unsere Auftritt der gesamten Situation angepasst", sagt Weissenberger. So war es in der ersten Phase von "Gemeinsam durch diese Zeit"  wichtig, den Anlegern aktuelle Analysen und Einschätzungen zu den Kapitalmärkten zur Verfügung zu stellen. Das passierte beispielsweise über den eigenen Content-Hub und über Newsletter. "Wir übersetzen hier das Marktgeschehen verständlich in die Breite", sagt Weissenberger.


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Das soll auch für Podcasts oder andere Formate gelten, über die das Deka-Marketingteam nachdenkt. "Hier ist unser Ziel, uns von den bestehenden Angeboten möglichst zu differenzieren. Immer noch zielen viele Content-Angebote der Branche eher auf den versierten Anleger und nicht auf den weniger erfahrenen Privatkunden."

Dieses Ziel verfolgt auch die zweite Phase der Kampagne. Im angepassten TV-Spot, der nicht online zu sehen sein wird, stehen konkrete Service-Leistungen im Mittelpunkt. So wird etwa erklärt, wie ein Kunde seine Wertpapiergeschäfte digital erledigen kann oder wie er sein Depot online verwaltet. Es geht um konkrete Hilfestellungen, um das "Gemeinsam" nicht als Worthülse erscheinen zu lassen. "Wir möchten gerade die zögerlichen Kunden hier von den Vorteilen wie etwa elektronischer Post überzeugen - übrigens auch mit Blick auf den Umweltgedanken ist das sehr wichtig", sagt Weissenberger. Ohnehin erwartet der CMO, dass die Krise einen weiteren Digitalisierungsschub auslösen wird. "Angebote wie Robo Advisor, die bisher noch eher in der Nische zu finden sind, werden stärkere Akzeptanz im breiteren Kundengeschäft finden", erklärt der Deka-Marketingchef.

„Wir arbeiten alle unter erschwerten Bedingungen - aber dennoch mit hoher Effizienz an Entwicklungsprozessen. Und man ist häufig erstaunt, wie alle Beteiligten pragmatisch und flexibel mit der Situation gerade umgehen.“
Lothar Weissenberger
Und es gibt für Weissenberger noch ein Learning aus der aktuellen Situation, unabhängig vom aktuellen Launch. "Wir arbeiten alle unter erschwerten Bedingungen  - aber dennoch mit hoher Effizienz an Entwicklungsprozessen. Und man ist häufig erstaunt, wie alle Beteiligten pragmatisch und flexibel mit der Situation gerade umgehen." Trotzdem hofft er, dass die Tage mit Homeoffice sowie Video- und Telefonkonferenzen wieder seltener werden. "Komplexere Kreativprozesse, in denen etwa Brainstormings enorm hilfreich sind, stoßen in diesen aktuellen Strukturen auch irgendwann an Grenzen." mir
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