"Danke Kumpel"

Borussia Dortmund verneigt sich mit Trikot-Aktion vor Bergleuten

BVB-Chef Hans-Joachim Watzke mit dem Sondertrikot
© Borussia Dortmund
BVB-Chef Hans-Joachim Watzke mit dem Sondertrikot
Am 21. Dezember endet im Ruhrgebiet eine Ära: Dann schließt mit dem Bergwerk Prosper-Haniel in Bottrop die letzte Steinkohlezeche im einstigen Bergbau-Mekka. Borussia Dortmund und Hauptsponsor Evonik nehmen das zum Anlass für eine Dankesgeste.
Beim letzten BVB-Heimspiel im Jahr 2018 am 21. Dezember gegen Borussia Mönchengladbach werden die Dortmunder Borussen mit dem Ausruf "Danke Kumpel!" auf der Brust auflaufen. BVB-Hauptsponsor Evonik gibt das Trikot für diese Aktion frei. "Der Bergbau hat unsere Region tief geprägt – ebenso wie der Fußball", sagt BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke. "Jeder große Traditionsverein im Ruhrgebiet ist auf Kohle und Stahl geboren. Kohle, Stahl, Fußball und Bier gehören hier seit jeher zusammen und prägen unser Miteinander und unsere Kultur."


Die Aktion findet im Rahmen der Initiative "Glückauf Zukunft" statt, mit der die Errungenschaften und Leistungen des deutschen Steinkohlenbergbaus im Ruhrgebiet gewürdigt werden sollen. Hinter der Initiative stehen neben der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie die RAG Stiftung, die RAG Aktiengesellschaft und Evonik. Der einstige Mischkonzern entstand 2006 als Ausgründung der RAG Aktiengesellschaft. Bereits im ersten Jahr des Bestehens fungierte das Unternehmen, dessen Geschäftsfelder zu Beginn Chemie, Energie und Immobilien waren, als Hauptsponsor von Borussia Dortmund. Evonik hält außerdem rund 15 Prozent an der Borussia Dortmund GmbH & Co KGaA. Das Bergbau-Erbe ist eine Gemeinsamkeit von Borussia Dortmund und Schalke 04. Der königsblaue Erzrivale hat sich bereits 2014 zu Kohle und Erz bekannt: Die damalige Saisonkampagne "100 Freunde - Unzählige Kumpel" (Kreation: Jung von Matt/Sports) führte die Bildwelt ein, die bei Schalke heute noch in Gebrauch ist - darunter etwa der im Bergwerk-Look gestaltete Spielertunnel.

Doch selbst wenn sich Schalker und Dortmunder ansonsten spinnefeind sind: Diesem Zitat von Hans-Joachim Watzke werden sie auch in Gelsenkirchen zustimmen: "Das Ende der Steinkohlenförderung markiert das Ende einer großen, historischen Ära. Der Aufstieg des Ruhrgebiets zu einer der stärksten Industrieregionen der Welt, der Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg und die friedliche Integration von Millionen Menschen aus aller Welt: All das wäre ohne den Bergbau nicht möglich gewesen." ire
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