Cyber Kitchen

Warum die Telekom erstmals ein Kochbuch herausbringt

Die Telekom kümmert sich jetzt auch um Kulinarisches
© DTAG
Die Telekom kümmert sich jetzt auch um Kulinarisches
Dass die Deutsche Telekom längst nicht mehr nur Telefone verkauft, dürfte inzwischen so ziemlich jeder mitbekommen haben. Von Mobilfunk- und Festnetzpaketen mitsamt Hardware über TV- und Streaming-Dienste bis hin zu Gadgets rund um das Smart Home reicht inzwischen das mannigfaltige Angebot des Bonner Konzerns. Ein Kochbuch ist aber wohl so ziemlich das letzte, was man bei der Telekom suchen würde. Und dennoch bringt das Unternehmen mit "Cyber Kitchen" jetzt genau ein solches heraus.

Schon mal "Gehackte Linsensuppe mit Trojanern" probiert? Wahrscheinlich nicht. Auch Kreationen wie "Coded Prawns", "Phishing Suppe", "Infected Chicken" und "Sellerie-Malware" dürften bislang noch mit keinem deutschen Gaumen in Berührung gekommen sein. Der Grund ist recht simpel. Die Gerichte sind Teil des Kochbuchs "Cyber Kitchen", das die Deutsche Telekom am heutigen Montag mit tatkräftiger Unterstützung von Promi-Koch Stefan Wiertz ("Beef Battle") und der auf Promotion, Sponsoring und Events spezialisierten Agentur Do it in den Handel bringt. Und mit dem selbst Hobbyköche in kulinarische Galaxien vorstoßen dürften, die nie ein Mensch zuvor gesehen hat.



Das Hacker-Kochbuch kostet 15 Euro
© DTAG
Das Hacker-Kochbuch kostet 15 Euro
Was auf den ersten Blick seltsam klingt, ist für die Telekom durchaus ein strategisch wichtiges Projekt. Denn das Thema IT-Sicherheit beziehungsweise die Abwehr von Cyber-Angriffen ist für den Konzern eine stetig wachsende Herausforderung, die sich mit aufgeklärten Kunden deutlich einfacher stemmen lässt als mit unaufgeklärten. Das weiß auch Thomas Tschersich. Mit dem Buchprojekt "Cyber Kitchen", das in diesem Jahr den Vorzug vor einer Awareness-Kampagne erhielt, will der Leiter interne Sicherheit und Cyber-Sicherheit bei der Deutschen Telekom die öffentliche Aufmerksamkeit auf die zunehmende Gefahr von Hacker-Angriffen lenken und Appetit auf die Welt der Cyber-Sicherheit machen. 

Zum Rezept serviert die Telekom auch Sicherheitstipps
© DTAG
Zum Rezept serviert die Telekom auch Sicherheitstipps
Dabei nimmt die Telekom längst nicht nur Technik-Nerds ins Visier. Tschersich will mit dem Hacker-Kochbuch in möglichst vielen Küchen Deutschlands die Sinne im Umgang mit Technik schärfen. "Je mehr Menschen die Grundprinzipien von Cyber-Sicherheit verstehen und danach leben, desto besser für uns alle." Für die zunehmend digitalere Gesellschaft sei das Wissen um Sicherheit "ein wesentlicher Wohlfühl-Faktor", so der Manager. 


Dass die Telekom die Deutschen mit "Cyber Kitchen" für den Kampf gegen Trojaner, Viren und Phishing-Attacken fit machen will, ist offensichtlich. Neben 60 "gehackten" Rezepten finden sich in dem Hacker-Kochbuch viele Tipps und Hilfestellungen in Form von "Lifehacks", die den Lesern eben nicht nur in der Küche, sondern auch im digitalen Alltag weiterhelfen sollen. Unter dem Strich erklären die Rezepte, die allesamt von Telekom-Mitarbeitern ersonnen und anschließend von TV-Koch Wiertz "veredelt" wurden, wie man sich heutzutage in vielen digitalen Lebenslagen einfach und trotzdem sicher schützen kann.

Erhältlich ist "Cyber Kitchen", das in einer Auflage von zunächst 15.000 Exemplaren im Südwest Verlag der Verlagsgruppe Random House erscheint, ab sofort im Handel und auf Amazon. Beworben wird das 15 Euro teure Buch vor allem im Social Web - und hier vor allem auf Facebook und Amazon. Für die Kreation der Kampagne ist Territory Webguerillas verantwortlich, um die Mediaplanung kümmert sich die Telekom-Tochter Emetriq. Die Agentur hatte sich im Frühjahr im Rahmen des Media-Pitches den Programmatic-Etat der Telekom gesichert. mas

stats