Corporate Design

Warum Marken auf maximale Reduktion und größtmögliche Flexibilität setzen

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Das neue BMW-Markenzeichen wirkt leicht und ist doch markant
© BMW Group
Das neue BMW-Markenzeichen wirkt leicht und ist doch markant
Ein Logo sei dann gut, das hat Kurt Weidemann einst gesagt, "wenn man es mit dem großen Zeh in den Sand kratzen kann". Als der berühmte Typograph vor 20 Jahren sein Plädoyer für die Konzentration auf das Wesentliche formulierte, waren – sehr zu seinem Verdruss – opulente Formen und schrille Farben gefragt. Auch im Corporate Design. Allenthalben wurden Markenzeichen mit Farbverläufen, 3D-Schattierungen und Glanzeffekten entworfen – Vergangenheit. Im digitalen Zeitalter setzen große Unternehmen wie Apple, Mini, VW und BMW vielmehr auf maximale Reduktion und größtmögliche Flexibilität.
Längst hat Flat Design den Formenreichtum früherer Tage abgelöst. Simplicity! Im digitalen Zeitalter, da sind sich Branding-Experten einig, sei Reduktion geboten. Denn Schnörkel, Schlagschatten und dreidimensionale Elemente würden – bei der Nutzung von Icons auf Smartphones etwa – Verwirrung stiften. Nur konsequent, dass Windows Phone 7 bereits im Jahr 2010 flach anmutende Bildzeichen verwendete. 2013 setzte auch Apple mit seinem Betriebssystem iOS 7 auf Flat Design.

Der Trend zur Vereinfachung hält an. Mini war die erste namhafte Automarke, die für ihren Auftritt die vereinfachte, flächig anmutende Formensprache nutzte. Dann rüstete Audi ab und verschlankte seine vier Ringe. Citroën, Seat und Opel zogen nach.

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