Corona-Pandemie

So appellieren die Lebensmittelhändler an die Vernunft der Verbraucher

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Aldi Nord und Aldi Süd haben die Plattform #Gemeinsamgehtalles ins Leben gerufen
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Aldi Nord und Aldi Süd haben die Plattform #Gemeinsamgehtalles ins Leben gerufen
Wohl noch nie in der Geschichte Deutschlands stand die Bedeutung des Lebensmitteleinzelhandels so sehr im Fokus der Öffentlichkeit wie in Zeiten der Corona-Pandemie. Und besondere Zeiten erfordern besondere Maßnahmen: In der Bild ist heute eine ganzseitige Anzeige erschienen, in der alle großén Handelsketten gemeinsam versichern, dass die Lebensmittel-Versorgung auch in diesen ungewissen Tagen und Wochen gesichert ist. Einzelne Unternehmen gehen noch einen Schritt weiter - so wie Aldi, das mit einer Onlineplattform zu Solidarität und Nachbarschaftshilfe aufruft.
"Die Versorgung mit Lebensmitteln ist gesichert" - das ist die Headline der ganz in Weiß gehaltenen Anzeige. Darunter richten sich Aldi Nord, Aldi Süd, Edeka, Kaufland, Lidl, Netto, Penny und Rewe in einem offenen Brief an die Bürger und Bürgerinnen und vermitteln die Botschaft: Egal wie außergewöhnlich die unbekannte Situation aufgrund des sich ausbreitenden Coronavirus auch sein mag: Die Lebensmittelhändler, ihre Mitarbeiter und Lieferanden sind für die Menschen da und können "jederzeit eine ausreichende Versorgung mit Lebensmiteln sicherstellen".
Die ganzseitige Anzeige der deutschen Lebensmittelhändler in der Bild vom 19. März 2020
© HORIZONT
Die ganzseitige Anzeige der deutschen Lebensmittelhändler in der Bild vom 19. März 2020
Gleichzeitig mahnen die Absender in der Anzeige auch zu Rücksicht und Solidarität und richten sich damit gegen all jene, die immer noch Hamsterkäufe tätigen: "Bitte kaufen Sie möglichst bedarfsgerecht und entsprechend ihrer jeweiligen Haushaltsgröße ein. Damit tragen Sie dazu bei, dass die Lieferstrukturen der Lebensmittelindustrie und des Handels nicht überfordert werden und dass auch für ihre Mitbürgerinnen und Mitbürger Lebensmittelprodukte in ausreichender Menge zur Verfügung stehen." Es gebe keinerlei Grund zur Sorge, dass es zu dauerhafter Knappheit kommt. Beruhigende Worte in Zeiten, in denen bei vielen Menschen Hysterie und Panik nicht weit entfernt scheinen.


Neben der gemeinschaftlichen Anzeige haben zudem Edeka und Penny jeweils 1/1-Anzeigen mit Bezug auf die gegenwärtige Corona-Pandemie geschaltet. Beide Unternehmen sprechen vor allem ihren Mitarbeitern, Lieferanten und Partnern Dank aus. Während Penny seine ganz im Markenrot gehaltene Dankesbotschaft mit dem Slogan "Ihr seid der Wahnsinn" abrundet, zeigt Edeka mehrere Mitarbeiter, in deren Mitte ein gelbes Herz steht. Darunter prangt die Headline: "Wir sind und bleiben für Sie da. Mit Herz und Hand."
Telekom Corona
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Aldi Nord und Aldi Süd gehen gar noch einen Schritt weiter und haben gemeinsam mit den Agenturpartnern McCann und The Backroom McCann eine digitale Plattform unter dem Titel "Gemeinsam geht alles" entwickelt. Dabei geht es den Discountern darum, einen Beitrag zur Bewältigung der Krise zu leisten. Im Vergleich zu Edeka und Penny tritt Aldi in der Kommunikation ein Stück defensiver auf und nimmt auch seine Kunden in die Pflicht. So erklärt das Unternehmen nicht nur die strengen Hygienemaßnahmen in seinen Märkten, sondern sensibilisiert die Menschen auch dafür, den Nachbarn beim Einkaufen zu helfen. Zu diesem Zweck bietet Aldi auf der Plattform unter anderem einen Aushangzettel zum Download und Ausdrucken an.

Aber nicht nur der Lebensmitteleinzelhandel nutzt in diesen Tagen und Wochen die besondere Aufmerksamkeit der Menschen zu Nachbarschaftshilfe und Eigenwerbung. Auch die Deutsche Telekom sieht sich in der Pflicht, zu helfen, und hat deshalb ein Maßnahmenpaket geschnürt, das vor allem die Geschäfts- und Privatkunden des Konzerns in der aktuellen Krisensituation entlasten, aber wohl nicht zuletzt auch die eigenen Services promoten soll. tt
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