Corona Barometer

Gut jeder zweite Deutsche wünscht sich mehr Work-Life-Balance

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Das Home Office ist aus Sicht von vielen Arbeitnehmern noch nicht ausgereift
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Das Home Office ist aus Sicht von vielen Arbeitnehmern noch nicht ausgereift
Von jetzt auf gleich wurden viele Berufstätige im März wegen der Corona-Pandemie ins Home Office geschickt. Der Frage, wie die Deutschen in ihren behelfsmäßig eingerichteten Heim-Büros so zurecht kommen, ist Xing nachgegangen. Die Umfrage des Karrierenetzwerks unter 2.200 Mitgliedern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz zeigt: New Work gewinnt an Bedeutung. Aber optimal ist anders.
Die Xing-Umfrage belegt eindrucksvoll, wie massiv sich die Corona-Krise auf den Arbeitsalltag ausgewirkt hat. Satte 76 Prozent der Befragten in Deutschland geben an, dass sich die Arbeitswelt und Arbeitsweise in den letzten Wochen verändert hat.


Vor allem das Home Office war zuletzt für wirklich sehr viele Menschen Realität. In Deutschland haben rund 70 Prozent der befragten Xing-Mitglieder Anfang Mai teilweise oder ausschließlich in den eigenen vier Wänden gearbeitet.

Dies hat sowohl positive als auch negative Folgen. So freuen sich 40 Prozent der Befragten über flexiblere Arbeitszeiten. Dennoch scheinen viele Arbeitnehmer ihr "richtiges" Büro zu vermissen. So freut sich eine leichte Mehrheit von 51 Prozent der Deutschen wieder auf das Arbeiten im Büro. Am meisten vermissen die Befragten ihre Kollegen und die sozialen Kontakte vorort - 91 Prozent der Befragten zieht es deshalb wieder zu ihrem Arbeitgeber. Doch es gibt weitere Gründe für die Sehnsucht nach dem Büro. So sagen 66 Prozent, dass sich dort Arbeit und Beruf besser trennen lassen als im Home Office. Weitere 41 Prozent nennen die bessere Arbeitsausstattung als Antrieb. Und 37 Prozent der Befragten glauben, dass sie im Büro produktiver sind als im Homeoffice. 


Es gibt weitere Gründe, warum das Home Office in seiner jetzigen Form für viele Arbeitnehmer noch nicht das Gelbe vom Ei ist. So geben 40 Prozent der Befragten an, dass ihnen die Trennung von Arbeit und Privatleben schwer fällt. Damit einher geht offenbar ein verstärkter Wunsch nach Privatheit. So ist für 51 Prozent der Befragten in Deutschland die Work-Life-Balance wichtiger geworden.

Mehr Work Life Balance ist aber nicht das einzige Bedürfnis, das durch die Krise getriggert wird. Der Umfrage zufolge wünschen sich 46 Prozent der Deutschen aktuell Sicherheit im Job, dicht gefolgt von flexiblen Arbeitszeiten (44 Prozent). Und für rund ein Drittel der Befragten in Deutschland ist es in der Krise wichtiger geworden, überhaupt einen Job zu haben. mas
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