CMO of the Year

Warum Marketingchefs zu Kernforschern werden müssen

Laudator Hans-Christian Schwingen und CMO of the Year Karsten Kühn
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Laudator Hans-Christian Schwingen und CMO of the Year Karsten Kühn
Ein würdiger Preisträger, ein glänzender Gala-Abend, ein launiger Laudator und ein Anregung gebender Dinner-Speaker - die Verleihung des CMO of the Year-Awards 2018 an Karsten Kühn hatte alles, was ein Festakt so braucht.
Walter Gunz, Mitbegründer von Media-Markt, würde ihm sein Vermögen anvertrauen, seine Mitarbeiter schätzen ihn und die CMO-Community in Deutschland findet, dass Karsten Kühn als Marketing-Vorstand von Hornbach seit Jahren einen hervorragenden Job macht. Gestern erhielt der 49-Jährige in der Alten Bayerischen Staatsbank in München den "CMO of the Year"-Award.


Laudator Hans-Christian Schwingen, 2016 selbst Preisträger und im Hauptberuf Chief Brand Officer bei der Deutschen Telekom, adelte ihn zum "Prototypen des modernen CMOs" und zum Branchenphilosophen. Schwingen hatte viel mit Weggefährten von Kühn gesprochen und zeichnete am Abend ein Bild eines leidenschaftlichen Marketing-Managers, der seinen Beruf engagiert lebt, dem die "Aufrichtigkeit im Umgang mit den Kunden" sehr wichtig ist, der Hornbach ein eigenes und unverwechselbares Bild verleiht und bereit ist, neue Dinge zu wagen und Bestehendes zu hinterfragen.

CMO of the Year: Das sind die Bilder von der Preisverleihung


Man könnte auch sagen, Karsten Kühn befolgt den Ratschlag von Redner Gabor Steingart, sich auf den Gedanken einzulassen, dass die "Gegenwart nicht die Verlängerung der Vergangenheit gewesen ist und dass die Zukunft auf keinen Fall die Verlängerung der Gegenwart ist". Für den Top-Journalist, Buchautor und gestrigen Dinnerspeaker ist das die Grundvoraussetzung für Disruption. Er forderte die CMOs dazu auf, zu Kernforschern zu werden, um "den Kern vom Kern unserer Tätigkeit" herauszuarbeiten und diesen immer wieder zu überprüfen. Und noch einen Ratschlag hatte der Publizist parat. Den Menschen wieder mehr zuzuhören. "Das Zuhören als Kulturleistung ist aus der Mode gekommen. Und das ist ein Übel, das wir am Ende teuer bezahlen", erklärte Steingart. Um gegenzusteuern, sollten Unternehmen und Parteien nicht nur Heerscharen von Sprechern beschäftigen, sondern Zuhörer. mir
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