Chinesischer Automarkt

Volkswagen macht Jetta zur eigenen Markenfamilie

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Der neue Jetta kommt in China im Herbst auf den Markt
© Volkswagen
Der neue Jetta kommt in China im Herbst auf den Markt
Der Volkswagen-Konzern will die Baureihe Jetta zu einer eigenen Markenfamilie machen - allerdings nur in China. Voraussichtlich im Herbst soll das Label dort mit einer Limousine und zwei SUVs an den Start gehen. Ansprechen will der deutsche Autobauer vor allem junge Käuferzielgruppen und Erstkäufer. Gleichwohl sind die Autos nicht als Billig-Angebote gedacht. Presseberichten zufolge sollen die Modelle um die 10.000 Euro kosten.
"Mit Jetta schließen wir in China die Lücke zwischen der etablierten Leitmarke VW im oberen Volumensegment und der Einstiegsmobilität, die etwa ein Drittel des chinesischen Marktes ausmacht und vor allem von lokalen Marken bedient wird", sagte Jürgen Stackmann, Vertriebsvorstand der Marke Volkswagen, anlässlich der Präsentation der Pläne. Gleichzeitig kündigt das Unternehmen an, im Vertrieb andere Wege zu gehen. So wird Jetta ein eigenes Händlernetz aufbauen und neue Vetriebsformate mit digitalisierten Showrooms, mobilen Sales-Trucks und Präsenzen in Shopping Malls ausprobieren. Bis zum Jahresende sollen rund 200 Händler die neue Marke anbieten.


So sieht das Logo für die neue Markenfamilie aus
© Volkswagen
So sieht das Logo für die neue Markenfamilie aus
"Der Jetta ist bis heute eines der populärsten Volkswagen-Modelle in China - eine echte Ikone. Deshalb machen wir mit dem Jetta jetzt erstmals in der Volkswagen-Geschichte ein Modell zur Marke und entwickeln dafür eine eigene Modell- und Markenfamilie", sagt Stackmann. Einen ähnlichen Weg hat vor einigen Jahren der französische PSA-Konzern eingeschlagen, als er die Modellreihe DS zu einer eigenen Produktmarke aufwertete.

Die Ankündigung von Volkswagen kommt zu einem Zeitpunkt, wo Experten mit einem weiter rückläufigen Automarkt in China rechnen. Im vergangenen Jahr gingen die Absatzzahlen dort um insgesamt 4,6 Prozent zurück, Volkswagen verlor knapp 2 Prozent seiner Verkäufe und lieferte etwas mehr als 3 Millionen Fahrzeuge aus.
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