BVG, Ravensburger & Paul Ripke

Wenn Berliner und Schwaben doch mal miteinander können

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Die Puzzles sind auf je 500 Stück limitiert
© BVG
Die Puzzles sind auf je 500 Stück limitiert
Berliner und (Ober)Schwaben können offenbar doch miteinander: Die Berliner Verkehrsbetriebe haben eine Markenkooperation mit dem Spielehersteller Ravensburger geschlossen, aus der drei verschiedene Berlin-Puzzle hervorgegangen sind. Gestaltet wurde die Special Edition mit Motiven von Fotograf und Influencer Paul Ripke.
Ravensburger hat bereits einige Berlin-Puzzle im Angebot. Diese stoßen aber weder bei der BVG noch bei deren Agentur GUD Berlin auf wirklich große Gegenliebe. Warum, erklärt GUD-Etatdirektor Ben Klöden folgendermaßen: "Weil Berlin-Puzzles bislang so gar nichts mit dem wahren Berlin zu tun hatten: Immer die selben Wahrzeichen, dazu noch im schönsten Licht – damit können sich Berlinerinnen und Berliner viel zu wenig identifizieren."
Paul Ripke in Action während der Aufnahmearbeiten
© BVG
Paul Ripke in Action während der Aufnahmearbeiten
Vor allem aber seien auf den dargestellten Szenerien weder Busse noch Bahnen der BVG zu sehen gewesen, so Klöden weiter. Aus dieser Erkenntnis wurde nach GUD-Lesart schließlich ein Akt der Völkerverständigung: "Mit unserer Kritik sind wir auf Ravensburger zugegangen und in Oberschwaben war man von unserem Vorschlag, doch mal 'echte' Berlin-Puzzles zu machen, sofort angetan", berichtet Klöden. Wie bereits vielfach berichtet haben Schwaben in Berlin nicht den besten Leumund.


Dass mit dem Fotografen Paul Ripke ein gebürtiger Badener die Dreiecksbeziehung komplettiert, sollte man vor diesem Hintergrund sicher nicht überbewerten. Für den multitalentierten Künstler ist ohnehin entscheidend, welche Botschaft seine Motive senden: "U-Bahn gelb, Tunnel schwarz und Fliesen grün. Was auf den ersten Blick wirkt, wie einfarbige Flächen, entpuppt sich bei genauerer Betrachtung als tiefgreifende Auseinandersetzung mit dem Wesen der Stadt", so Ripke. "Es war mir ein Fest, mit der BVG und Ravensburger diese großartige Aktion umsetzen zu dürfen."
Fotograf Paul Ripke mit seinen Werken
© BVG
Fotograf Paul Ripke mit seinen Werken
Für die BVG ist die Zusammenarbeit mit Ravensburger wieder einmal ein guter Weg, um die eigene Marke abseits ausgetretener Werbewege ins rechte Licht zu rücken. "Für uns stand die Frage im Raum: Wie genau soll so ein Berlin-Puzzle denn aussehen? Wie können wir die BVG in den Fokus rücken, ohne normale Puzzle-Motive zu erstellen?" berichtet BVG-Marketingleiter Frank Büch. Um lange Diskussionen zu vermeiden habe man schließlich den Berlin-Kenner Ripke ins Boot geholt.

Die drei auf jeweils 500 Stück limitierten Puzzles wurden vergangene Woche bei einer Vernissage in Berlin-Mitte vorgestellt. Der Stückpreis liegt bei 19,99 Euro. Von den Verkaufserlösen sehen die Beteiligten selbst keinen Cent: Der Umsatz sowie Ripkes Honorar gehen zu 100 Prozent an die Kreuzberger Kinderstiftung. Die Initiative setzt sich für bessere Bildungschancen für Kinder in Berlin ein.
BVG
© imago images / Stefan Zeitz
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Verantwortlich auf Seite des Kunden BVG sind neben Frank Büch auch Svea Barei (Leitung Werbung) und Manja Helm (Projektverantwortliche). Bei Ravensburger zeichnet Melanie Lienhard, Leiterin Verkaufsförderung, verantwortlich. Auf Agenturseite besteht das Team um Ben Klöden aus Jens Grüner (Geschäftsführer), Lina Berndt (Projektleitung), Djuein-Uee Peng (Creative Director), Moritz Kuhn (Senior Texter), Lucas Machwitz (Senior Texter), André Rudolph (Text/Konzept), Natalie Moser (Text/Konzept), Alejandro Marquez (Senior Art Director), Sandra Treisbach (Art) und Torsten Mäder (Art). ire
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