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Facebook-Europachef Martin Ott wechselt zur We Company

Martin Ott heuert bei der We Company an
© Facebook
Martin Ott heuert bei der We Company an
Facebooks Europachef Martin Ott verlässt das soziale Netzwerk und heuert bei der We Company an. Das hat die Muttergesellschaft von WeWork heute in einer Mitteilung bekannt gegeben. Bei der We Company wird Ott den Posten des Managing Directors EMEA übernehmen und leitet ab September ein Team von Berlin und London aus.

Als Vice President bei Facebook und Managing Director für Zentraleuropa leitet Martin Ott noch bis September die Geschäftsentwicklung von Facebook in 34 europäischen Ländern, darunter die DACH-Region, Benelux und Zentralosteuropa. Nach dem Abgang von Marianne Bullwinkel im Jahr 2017 führte Europachef Ott bei Facebook auch die Position des Facebook-DACH-Chefs aus. Bis im Januar schließlich Ex-Mediacom-CEO Tino Krause als neuer Deutschland-Chef vorgestellt wurde.



"Ich habe in den letzten Jahren gespannt verfolgt, wie die We Company die Art und Weise verändert hat, wie wir arbeiten – in unserer Region und auf der ganzen Welt. Das Unternehmen revolutioniert, wie wir durch physische und digitale Räume Menschen zusammenbringen und eine Community aufbauen. Ich freue mich sehr, einem so talentierten Team beizutreten", so der designierte Managing Director EMEA der We Company.

Auf Facebook schreibt Ott, dass es für ihn keine leichte Entscheidung gewesen sei, Facebook zu verlassen. "Ich bin sehr stolz darauf, was wir in der Region alles geleistet haben: Das beeindruckende Wachstum auf unseren verschiedenen Plattformen, das geschäftliche Wachstum in den Ländern und das starke Ökosystem, das wir mit so vielen Partnern gebaut haben." Nicola Mendelsohn, VP EMEA Facebook, verabschiedet sich von Ott: "Wir möchten Martin Ott danken für seine Leitung und den Impact, den er in Zentraleuropa und in der EMEA-Region in den vergangenen sieben Jahren erzielt hat."


Die We Company trug bis vor kurzem noch den Namen WeWork und verdient sein Geld mit der Vermittlung von hippen Büroräumen. Seit Anfang 2019 verfolgt WeWork die neue Strategie "The We Company", welche um die Sparten "WeLive" (Vermietung von Wohnräumen mit ähnlichem Konzept) und "WeGrow" (Bildungsdienstleistungen) ergänzt wird.

Zuletzt wurde das Unternehmen mit 47 Milliarden Dollar bewertet und gilt somit als eines der wertvollsten Start-ups der Welt. Der Gründer Adam Neumann strebt noch in diesem Jahr einen Börsengang an - es könnte der zweitgrößte nach dem des Fahrdienstvermittlers Uber werden. Noch verbrennt das US-Unternehmen allerdings jede Menge Geld: Laut Recherchen der Financial Times macht We Work pro Stunde 219.000 Dollar Verlust, und das an jedem einzelnen Tag des Jahres. ron

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