Branded-Content-Ads

Marken können auf Instagram künftig Influencer-Beiträge bewerben

 Instagram führt neue Monetarisierungsmöglichkeiten ein
© Facebook
Instagram führt neue Monetarisierungsmöglichkeiten ein
Instagram schafft eine neue Möglichkeit für Unternehmen, ihre Kooperation mit Influencern sichtbar zu machen: Werbungtreibende können künftig Beiträge von Creatorn, mit denen sie eine bezahlte Partnerschaft eingegangen sind, als Werbeanzeigen im Feed und in Stories schalten. 
Bislang konnten Werbekunden bei Instagram entweder eigene Inhalte per bezahlter Anzeige pushen oder aber Geld für die Zusammenarbeit mit einem Influencer ausgeben. Mit den neuen Branded Content Ads schafft Instagram nun die Möglichkeit, beides zu verbinden. Neben der eigenen Community und der des Markenbotschafters können Unternehmen nun weitere Zielgruppen mit den Inhalten, die aus einer bezahlten Partnerschaft entstanden sind, erreichen.


Um eine Branded-Content-Anzeige schalten zu könen, muss der jeweilige Creator das Unternehmen zunächst dafür freischalten. Ist das geschehen, taucht der Beitrag im Ads Manager unter "bestehende Beiträge" auf und kann ausgewählt werden. Für Targting und zur Erfolgsmessung stehen die bekannten Tools aus dem Ads Manager zur Verfügung. Im Feed oder in einer Story sind die Anzeigen immer mit dem Hinweis "Bezahlte Partnerschaft mit" und dem Namen des Unternehmens gekennzeichnet. Das Feature wird "innerhalb der nächsten Wochen" weltweit für den Feed ausgerollt, Stories sollen in den nächsten Monaten folgen. 
Beispiel einer Branded-Content-Anzeige von Old Navy
© Instagram
Beispiel einer Branded-Content-Anzeige von Old Navy
Eigenen Angaben zufolge reagiert Instagram damit nicht nur auf den Wunsch von Unternehmen,
 die Branded Content in ihre Werbestrategie auf Instagram aufnehmen wollen. Auch die Nutzer wollen auf der Plattform mehr Inhalte von so genannten Creatorn zu sehen bekommen. 68 Prozent der Nutzer würden Instagram besuchen, um dort mit den Social-Media-Persönlichkeiten zu interagieren, teilt die Facebook-Tochter unter Verweis auf eigene Untersuchungen mit.

Für Influencer ist das neue Feature höchst verlockend. Konnten sie bislang nur ihre eigenen Follower mit werblichen Inhalten beglücken, wird sich die Reichweite ihrer bezahlten Partnerschaften durch Branded-Content-Ads nun vermutlich deutlich vergrößern. Kehrseite der Medaille: Nutzer bekommen auch Inhalte von Influencern zu sehen, denen sie gar nicht folgen - nicht jedem Instagram-Mitglied dürfte das gefallen.


Auf der Facebook-Plattform gibt es bereits sei 2016 einen entsprechenden Tag, mit dem Betreiber verifizierter Seiten Inhalte aus einer bezahlten Partnerschaft kenntlich machen und als Werbung schalten. ire
Themenseiten zu diesem Artikel:
stats