Bosch-Tochter

Michael Bohn leitet das Marketing von BSH Hausgeräte in Deutschland

Michael Bohn übernimmt eine neu geschaffene Position
© BSH Hausgeräte
Michael Bohn übernimmt eine neu geschaffene Position
Bei BSH Hausgeräte gehen die Veränderungen im Management weiter. Nachdem Anfang Juli mit Uwe Raschke ein neuer CEO berufen wurde, gibt es jetzt auch Bewegung im Marketing. Mit Michael Bohn wird erstmals ein Gesamtverantwortlicher für die deutsche Marketingorganisation installiert. Der 48-Jährige hat seine neue Aufgabe zum 1. August angetreten. Bislang kümmerte er sich um das Marketing der Konzernmarke Robert Bosch Hausgeräte.
Mit der Beförderung von Bohn ist ein größeres Stühlerücken verbunden. Seine Aufgaben bei Bosch Hausgeräte übernimmt Undine Lory. Bei Siemens Hausgeräte agiert ab sofort Jens Grubert als Marketingleiter. Er war zuvor für die Marke Neff tätig, die ebenfalls zum BSH-Verbund gehört. Dort wird Elena Polontchouk seine Nachfolgerin. Karin Stengele bleibt unverändert für das Marketing von Gaggenau Deutschland zuständig, ein weiteres Label aus der Gruppe.


In seiner Rolle als Verantwortlicher für die gesamte deutsche Marketingorganisation will Bohn neue Strukturen aufsetzen, die es ermöglichen, Handelspartnerschaften auszubauen und Konsumenten zielgerichtet anzusprechen. Vor allem bei den Themen digitales Marketing, Consumer Journey Management und Mediaplanung will er andere Wege gehen. "Wir stellen jetzt die Weichen, um mit neuen Ideen das sich wandelnde Umfeld in der Vermarktung von Hausgeräten aktiv auszuschöpfen", sagt Bohn. Dabei bleibe das enge Zusammenspiel zwischen Marken- und Vertriebsmarketing sowie den Handelspartnern eine wichtige strategische Säule, so Bohn weiter. BSH Hausgeräte hatte seinen internationalen Werbeetat voriges Jahr an die Agentur Saatchi & Saatchi vergeben.

Der Hersteller von Waschmaschinen, Trocknern, Herden, Backöfen und Abzugsgeräten hat sich zuletzt nicht sonderlich gut entwickelt. 2018 sank der Umsatz von im Vorjahr 13,8 auf auf 13,4 Milliarden Euro. Während BSH in der Region Europa in Märkten wie Frankreich, Italien und den Niederlanden sowie in einigen Ländern Osteuropas Marktanteile gewinnen konnte, lief das Geschäft in Großbritannien und Deutschland schleppend. Die Veränderungen an der Konzernspitze und nicht zuletzt im Marketing für den wichtigen Heimatmarkt sind womöglich eine Reaktion auf diese Entwicklung. mam
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