Bitkom-Umfrage

So wenige deutsche Unternehmen interessieren sich fürs Metaverse

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Immer mehr Marken wagen sich ins Metaverse - viele Unternehmen sind aber auch skeptisch
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Immer mehr Marken wagen sich ins Metaverse - viele Unternehmen sind aber auch skeptisch
In der Marketingbranche reden gefühlt alle vom Metaverse. Doch die Wirtschaft in Deutschland steht der Vision eines digitalen Paralleluniversums skeptisch gegenüber. In einer neuen Umfrage des Digitalverbandes Bitkom gibt jedes zweite Unternehmen (48 Prozent) an, keine Investitionen in die virtuellen Welten zu planen. Nur jedes zehnte Unternehmen will noch in diesem Jahr oder 2023 Geld in Metaverse-Projekte stecken. 41 Prozent der Firmen kündigten an, dass sie 2024 oder in den nächsten fünf Jahren in diesen Bereich investieren werden.
Das Metaverse bezeichnet zum einen eine digitale und interaktive Umgebung, die mit einer Virtual-Reality-Brille betreten werden kann. Darin können User als Avatare arbeiten, spielen, sich treffen oder einkaufen. Zum "Metaverse" werden aber auch Anwendungen gerechnet, bei denen digitale Informationen im realen Sichtfeld der Anwenderinnen und Anwender angezeigt werden.

Bitkom-Hauptgeschäftsführer Bernhard Rohleder verwies auf zahlreiche Verbindungen zwischen realer und virtueller Welt. "Mit echtem Geld werden virtuelle Güter gekauft, digitale Zwillinge und Avatare bilden reale Maschinen und Personen ab."

Die Umfrage des Bitkom zeigt, dass nur jedes vierte Unternehmen (26 Prozent) dem Thema generell interessiert und aufgeschlossen gegenüber steht. 29 Prozent äußerten sich jedoch kritisch und ablehnend. Ein Drittel (34 Prozent) ist noch unentschieden. 26 Prozent der befragten Unternehmen sehen im "Metaverse" eine Chance, jedes fünfte Unternehmen (20 Prozent) befürchtet dagegen ein Risiko für die eigene Firma. Die Skepsis der Unternehmen in Deutschland könnte nach Einschätzung von Experten auch damit zu tun haben, dass die am Markt dominierenden Virtual-Reality-Brillen des Facebook-Konzern Meta hierzulande gar nicht verkauft werden. Grund ist ein Streit mit dem Kartellamt. Der Meta-Konzern hat zwar den umstrittenen Zwang eines Facebook-Logins für die Nutzung seiner Virtual-Reality-Brille Meta Quest 2 im August aufgehoben. Die VR-Brillen von Meta, darunter auch die neue VR-Brille Quest Pro, werden aber weiterhin in Deutschland nicht angeboten. Rohleder sagte, auch der hohe Preis für VR-Brillen sei zumindest für private Verbraucher ein Hindernis.

In der Bitkom-Umfrage ist eine knappe Mehrheit (58 Prozent) der befragten Unternehmen der Meinung, das "Metaverse" werde das Internet deutlich verändern und biete eine Vielzahl neuer Geschäftsmöglichkeiten. 42 Prozent halten es dagegen für einen kurzfristigen Hype, der die Erwartungen nicht erfüllen und bald wieder verschwinden werde. dpa
  1. Kristian Kerkhoff
    Erstellt 28. Oktober 2022 13:04 | Permanent-Link

    ... oder eher so viele deutsche Unternehmen interessieren sich fürs Metaverse. Wie man es betrachten möchte.

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