"Bis zur letzten Minute kostenlos zurücktreten"

Sixt macht Seehofer zum Horst

Bei Sixt überlegt Horst Seehofer noch
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Bei Sixt überlegt Horst Seehofer noch
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Sixt hat es wieder mal getan: Die Autovermietung hat einen aktuellen Anlass für ein launiges Werbemotiv aufgegriffen. Und dieser Anlass hätte dankbarer kaum sein können: Das Motiv zeigt Innenminister und CSU-Chef Horst Seehofer.
Im Text dazu heißt es: "Egal wie Sie sich entscheiden: Bis zur letzten Minute kostenlos zurücktreten." Damit bewirbt Sixt die Möglichkeit, einen bereits gebuchten Mietwagen auf sixt.de kostenlos wieder zu stornieren. Das inhouse kreierte Motiv wird derzeit als Sponsored Post in den sozialen Netzwerken geschaltet, außerdem ist es als Anzeige in der Süddeutschen Zeitung erschienen.
Hintergrund ist Horst Seehofers Rücktrittsangebot vom vergangenen Wochenende. Der Innenminister und CSU-Vorsitzende hatte auf einer Sitzung der Spitze seiner Partei den Rücktritt von seinen beiden Ämtern angeboten, sollte es im Asylstreit mit Angela Merkels CDU nicht zu einer Einigung in seinem Sinne kommen.

Allerdings zeigt die Kampagne auch, wie schnell ein Gag von der Realität eingeholt werden kann. Denn von Seehofers Rücktritt spricht nun niemand mehr: Die CSU und die CDU einigten sich noch am Montag auf einen Kompromiss in der Asylpolitik. Seehofer verbreitete danach ein Statement, wonach er sich "in allen Punkten" durchgesetzt habe.

Bereits im vergangenen Jahr war Seehofer auf einem Sixt-Motiv zu sehen - allerdings war er seinerzeit nicht der einzige Spitzenpolitiker, den die Autovermietung abbildete: Nach dem Scheitern der Verhandlungen über eine Jamaika-Koalition im Bund postete das Unternehmen ein Motiv, auf dem neben Seehofer auch Bundeskanzlerin Merkel, Grünen-Chef Cem Özdemir und der FDP-Vorsitzende Christian Lindner zu sehen waren. Unter den vier Politikern stand: "Vier Wochen umsonst. So günstig ist nicht mal Sixt." ire

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