Bike-In

McDonald's eröffnet McDrive für Fahrradfahrer

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McDonald's lockt Radfahrer mit einem Bike-In
© McDonald's
McDonald's lockt Radfahrer mit einem Bike-In
McDonald's versucht schon seit geraumer Zeit, sein eher durchwachsenes Image in Sachen Klimaschutz und Nachhaltigkeit aufzupolieren. Nachdem der Fastfood-Riese kürzlich bei seiner Vertrauenskampagne eine Initiative zur Vermeidung von Abfall und Plastik vorgestellt hat, folgt nun eine weitere Maßnahme, die sich vor allem an die junge urbane Zielgruppe richtet: Ein McDrive für Fahrradfahrer.
Wenn ein Verkehrsmittel von der Corona-Pandemie profitiert hat, dann das Fahrrad. Immer mehr vor allem junge Leute steigen von öffentlichen Verkehrsmitteln und Autos auf das Rad um. Was dabei etwas auf der Strecke geblieben ist, ist die gewohnte Verpflegung. Denn den klassischen McDrive dürfen Fahrradfahrer aufgrund amtlicher Auflagen nicht nutzen.


Dieses Ärgernis hat bei McDonald's offenbar zu vermehrten Kundenanfragen geführt. Gerade in den Wochen des Lockdowns, als auch die McDonald's-Restaurants vorwiegend über den McDrive betrieben wurden, hätten sich viele Fahrradfahrer mit dem Wunsch an das Unternehmen gewandt, durch den McDrive radeln zu dürfen, heißt es bei McDonald's. Mit der Eröffnung von zunächst drei Bike-Ins reagiere McDonald's daher auf einen "lang gehegten Gästewunsch", sagt Eva Rössler, die designierte Unternehmenssprecherin von McDonald's Deutschland. 

Der Startschuss fällt zunächst in drei Restaurants in München (Stäblistraße 16), Berlin (Wrangelstraße 35) und Köln (Koblenzer Str. 2-4). In den sogenannten Bike-Ins sollen Fahrradfahrer ab sofort ganz einfach und schnell Burger und andere McDonald's-Gerichte kontaktlos über die McDonald's App bestellen, bezahlen und mitnehmen können - und das ohne dafür das eigene Fahrrad verlassen zu müssen.


Dafür wurde auf den Parkplätzen der teilnehmenden Restaurants ein spezieller Pickup-Punkt für Radler eingerichtet, der bei der kontaktlosen Bestellung über die McDonald's App ausgewählt werden kann. Bezahlt wird – ebenfalls kontaktlos – mit Kreditkarte. Die Bestellung bringen die Mitarbeiter dem Gast direkt zum Rad. Bike-In Nutzer müssen dann nur noch entscheiden, ob sie ihren Burger direkt an den dort aufgestellten Radler-Tischen essen oder mitnehmen wollen. 

"Unser Bike-In ist nicht nur eine Antwort auf den Fahrrad-Boom. In Corona-Zeiten kommt das neue Angebot auch dem Wunsch vieler Menschen entgegen, Kontakte und Aufenthalte in geschlossenen Räumen weitgehend einzuschränken", erläutert Rössler. Zudem soll die Initiative dem Unternehmen dabei helfen, die Klimaschutzziele zu erreichen. "Bis 2030 wollen wir die CO2-Emissionen unserer Restaurants und Verwaltungen weltweit um 36 Prozent im Vergleich zu 2015 reduzieren und die CO2-Emissionen pro Tonne Produkt um 31 Prozent. Da möchten wir Menschen, die klimafreundlich Fahrrad fahren, natürlich nicht ausbremsen, sondern unterstützen", so Rössler weiter. 

Ob das Angebot weiter ausgebaut wird, soll Ende Oktober entschieden werden. Bis dahin soll ausgewertet werden, ob die Bike-ins von den Konsumenten angenommen werden und eine Zukunft haben. Dabei helfen soll unter anderem eine Social-Media-Kamagne.

Im Mittelpunkt steht dabei ein von der Kommunikationsagentur Salt Works entwickelter und von Fireapple produzierter Werbeclip. "Wusstet ihr schon? McDrive gibt´s jetzt auch fürs Rad", lautet die Kernaussage, die in dem Clip zunächst mit allerlei falschen Interpretationen ausgeschmückt wird. Erst am Ende wird klar, dass es sich um einen Drive-In für Fahrradfahrer handelt. mas
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