Best Brands 2019

Die besten Marken heißen Adidas, Lego, Lillet und Amazon

Best Brands Award 2019
© Serviceplan Group
Best Brands Award 2019
Die Veranstaltung vermittelt wesentlich mehr Sicherheit als die am gleichen Ort vor wenigen Tagen beendete Sicherheitskonferenz. Mit Adidas und Lego kürten die Initiatoren des Best Brands Awards am Mittwochabend im Münchner Bayerischen Hof Marken, deren Werte stabil im Relevant Set der Verbraucher verankert sind. Beste Wachstumsmarke ist darüber hinaus Lillet. Amazon entschied die Sonderkategorie „Best Digital Life Brand“ für sich.

Worum es dabei geht, macht einmal mehr Florian Haller deutlich: „Eine gute Marke wächst nachhaltig, und nur wirkliche Traditionsmarken halten sich in der Einschätzung der Verbraucher über Jahre“, so der Serviceplan-CEO. Die Agentur gehört zusammen mit der GfK, Pro Sieben Sat 1 Media, der Wirtschaftswoche und dem Markenverband zu den Initiatoren des Awards. Weitere Partner sind Die Zeit sowie RMS Radio Marketing Service.

Beste deutsche Unternehmensmarkte  international 2019: Adidas

Adidas WM-Sponsoring zahlte sich aus
© Adidas
Adidas WM-Sponsoring zahlte sich aus
Die beste deutsche Unternehmensmarke wird weltweit unter Verbrauchern in Deutschland, Frankreich, den USA, Brasilien und China gekürt. Der Sieger Adidas war dabei die die einzige Marke, die sich in allen 5 Ländern unter den Top 5 etabliert hat. Seine internationale Präsenz sicherte sich der Sportartikelhersteller insbesondere durch die Fußballweltmeisterschaft 2018 in Russland.  Das Unternehmen stellte nicht nur den offiziellen Spielball, sondern ließ im WM-Spot mehr als 50 hochkarätige Stars und Sportgrößen für sich sprechen. Auch bei der Markenausrichtung kann Adidas den Atheleisure-Trend voll für sich ausnutzen, bei dem Sportlichkeit zum modischen Stil-Element wird. Mit erfolgreichen Sneakern und der Adidas Originals Serie positionieren sich die Herzogenauracher als Lifestylemarke ohne ihren sportlichen Markenkern zu verlieren, so die Begründung der GfK. Die Plätze zwei und drei gehen mit BMW und Porsche an die nach wie vor starke Autoindustrie.

Beste Produktmarke 2019: Lego

Lego hat seine Produktwelt perfekt digitalisiert
© Lego
Lego hat seine Produktwelt perfekt digitalisiert
Eine starke Marke ist zweifellos auch Lego. Die Beste Produktmarke 2019 ist mit 7,6 Milliarden Euro laut Markenbewertungsunternehmen Brand Finance auch die wertvollste Spielzeugmarke der Welt, und das nicht umsonst: „Durch immer wieder neue Themenwelten wie „Star Wars“, „Jurassic World“ oder „The Incredibles“ gelingt es Lego immer wieder seine Erlebnisqualität zu steigern.  Der Spielzeughersteller ergänzt die vertrauten Bausätze zudem mit passenden Apps oder Video-Spielen, was insbesondere auf das Bewertungskriterium „Share of Soul“ einzahlt und Lego an die Spitze des engen Rankings katapultiert. Spielzeuge für Erwachsene vertreibt hingegen der zweitplatzierte Bosch. Platz drei ging an Samsung.

Beste Wachstumsmarke 2019: Lillet

Starkes Wachstum durch coole Drinks: Lillet
© Pernod Ricrad Deutschland
Starkes Wachstum durch coole Drinks: Lillet
Die Marke Lillet zeigt, wie sich konsumentenorientierte Markenführung bezahlt machen kann: Die Spirituosenmarke wurde laut dem Best-Brands-Partner GfK gezielt nach Konsumentenbedürfnissen konzipiert, „um Leichtigkeit, Exklusivität und Modernität auszustrahlen“. Selbst kreierte Longdrinks und eine starke Präsenz in der Gastronomie unterstützen dieses Image bei der vorwiegend 18- bis 49-jährigen Zielgruppe und bescherten Lillet ein prägnantes Wachstum – und den Sieg in der entsprechenden Kategorie. Silber ging an den Haushaltsutensilien-Hersteller Tefal. Als Drittplatzierter steigt die Sportmarke Under Armour neu ins Ranking ein.

Sonderkategorie 2019: Best Digital Life Brand: Amazon

Amazon vereint digitale Markenkompetenz und „Wow“-Effekt
© Amazon
Amazon vereint digitale Markenkompetenz und „Wow“-Effekt
Wer auf Überraschungen in der jährlich wechselnden Sonderkategorie gehofft hat, wird enttäuscht. Mit Amazon, Google und Apple belegen gleich drei der GAFA-Unternehmen die Spitzen-Platzierungen. Das Erfolgsrezept ist schnell umrissen: Die Siegermarken punkten mit digitaler Markenkompetenz gepaart mit „Wow“-Effekt. Alle drei haben hohe Bewertungen bei Innovation, Nutzwert und Glaubwürdigkeit. Dabei können sich Amazon und Google noch mal deutlich von Apple absetzen. Und deutsche Marken? Abgehängt! 67 Marken standen aufgrund ihres „digitalen Footprint“ zur Auswahl, nur 14 davon haben ihren Firmensitz in Deutschland. Mit Bosch, Siemens und Fritzbox haben immerhin drei deutsche Vertreter in den Top Ten den Anschluss an die Digitalisierung geschafft. vg
Best Brands Awards

Zum 16. Mal werden 2019 die Best Brand Awards verliehen. 2004 haben die Serviceplan-Gruppe, GfK, Pro Sieben Sat 1 Media, Wirtschaftswoche und der Markenverband den Preis ins Leben gerufen. Weitere Partner sind Die Zeit sowie RMS Radio Marketing Service. Der Preis misst auf Basis von GfK-Studien und Interviews mit Konsumenten die Stärke einer Marke am tatsächlichen wirtschaftlichen Markterfolg („Share of Market“ ) sowie deren Attraktivität in der Wahrnehmung der Verbraucher („Share of Soul“). Die beste Unternehmensmarke wird im Gegensatz zur besten Produktmarke nicht nur in Deutschland, sondern in weiteren wichtigen Exportländern gewählt, und zwar abwechselnd bezogen auf Europa (Deutschland, UK, Frankreich, Italien, Spanien) oder global (Deutschland, Frankreich, USA, China und Brasilien).Die beste Wachstumsmarke misst auf Deutschland bezogen die relative Veränderung „Share of Market“ sowie „Share of Soul“ zum Vorjahr. Die Sonderkategorie – in diesem Jahr „Best Digital Life Brand“ – wird immer wieder neu definiert.





stats