Beiersdorf

Vorstandschef Heidenreich verlängert seinen Vertrag nicht

Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich
Beiersdorf, © Beiersdorf
Beiersdorf-Chef Stefan Heidenreich
Die Wege von Beiersdorf und Vorstandschef Stefan Heidenreich trennen sich: Wie der Hamburger Konsumgüterriese in einer Ad-hoc-Meldung bekanntgab, wird Heidenreich sein Vorstandsmandat spätestens zum 31. Dezember 2019 niederlegen, wenn sein derzeitiger Vertrag ausläuft. Darauf habe man sich in einer Sitzung des Aufsichtsrates freundschaftlich geeinigt, heißt es.
Eventuell werde Heidenreich sein Amt auch schon früher aufgeben, wenn der Aufsichtsrat einen Nachfolger bestelle. In seiner Sitzung übertrug das Gremium Stefan De Loecker zusätzlich zu dessen Regionalressorts "Near East/Americas" mit Wirkung ab dem 1. Juli 2018 die Verantwortung für "Planung, Strategie, Unternehmensentwicklung" und die Vertretung des Vorstandsvorsitzenden.


Heidenreich steht seit 2012 als Nachfolger von Thomas B. Quaas an der Spitze von Beiersdorf. Unter seiner Ägide hat der Konzern daran gearbeitet, seine Kernmarken wie Nivea zu stärken, was auch mit Marktanteilsgewinnen im Kosmetik-Segment belohnt wurde. Dennoch war die wirtschaftliche Bilanz von Beiersdorf zuletzt durchwachsen. Im Jahr 2017 steigerte der Konzern zwar seinen organischen Umsatz um 5,7 Prozent auf rund 7 Milliarden Euro. Der Jahresüberschuss lag allerdings mit 689 Millionen Euro um 5,2 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Beiersdorf gehört zu Deutschlands größten Werbungtreibenden. Im vergangenen Jahr gab das Unternehmen laut Nielsen 240 Millionen Euro für Werbung aus, was einem Minus von 12,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr entsprach. Damit lag Beiersdorf im Ranking der größten Spender auf Platz zehn. ire
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