BASF-Vorständin Saori Dubourg zum Thema Haltung

"Es wird immer wichtiger, klar Position zu beziehen"

BASF-Vorständin Saori Dubourg
© turi2.tv
BASF-Vorständin Saori Dubourg
Die Chemie stimmt: Kann ein Chemie-Konzern, der Farben, Lacke aber auch Pflanzenschutzmittel herstellt, zu den Guten gehören? Ja, findet Saori Dubourg, als Vorstandsmitglied verantwortlich u.a. für den europäischen Markt, im Video-Interview mit HORIZONT und turi2.tv. "Die BASF hatte schon immer eine klare Haltung zu Themen", sagt die Managerin am Rande einer Veranstaltung von Gruner + Jahr, "Zeit" und "Spiegel" in Frankfurt, in Zeiten der Digitalisierung werde es aber wichtiger, von Anfang an klar Position zu beziehen.
Auch ihre eigenen Positionen benennt Dubourg ganz klar – im Unternehmen und nach außen: Ihre Mitarbeiter hat sie in einem persönlichen Brief aufgerufen, zur EU-Wahl zu gehen. Mit Kritikern gehe sie in einen "ehrlichen Dialog" über Möglichkeiten und Grenzen in Bezug auf Nachhaltigkeit und Klimaschutz. Auch mit den Machern von Fridays for Future will sie ins Gespräch kommen: "Ich glaube, dass wir ganz handfeste Lösungen haben."



Ändern will Dubourg auch die Bilanz-Regeln für Unternehmen: "Bisher werden Unternehmen dafür belohnt, dass sie Gewinne maximieren", klagt sie im Interview. Menschen würden betriebswirtschaftlich nur als Kostenfaktor gesehen. Eine nachhaltige Bilanz müsse dagegen auch Kreativität und etwa die Kaufkraft der Menschen berücksichtigen. Für diesen Ansatz sucht sie nun Mitstreiter.


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