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Hildegard Wortmann verlässt BMW / Wechsel zu Audi?

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Wechselt Hildegard Wortmann in den Audi-Vorstand?
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Wechselt Hildegard Wortmann in den Audi-Vorstand?
Als Gerücht waberte es schon länger durch die Branche, jetzt ist es Fakt. Hildegard Wortmann hat BMW Ende des vergangenen Jahres verlassen. Wohin es sie zieht, ist offen. Audi wird aber als möglicher Arbeitgeber hoch gehandelt.
Das Bäumchen-wechsle-dich-Spiel in der Autobranche geht munter weiter. Zum Ende des vergangenen Jahres hat Hildegard Wortmann BMW verlassen. Der Abgang der Leiterin der Vertriebsregion Asien-Pazifik wird vom Münchner Premiumhersteller bestätigt. Damit verliert der Autobauer einer seiner Topmanagerinnen.


Überraschend kommt der Ausstieg allerdings nicht, auch wenn Wortmann bei BMW eine steile Karriere hingelegt hat. Seit 1998 im Unternehmen stieg sie als erste Frau zur weltweiten Marketingchefin der Marke BMW auf. Sie galt als Kandidatin für den Vorstand. Viele hatten sie Ende 2017 als Nachfolgerin für Ian Robertson als BMW-Vorstand für Vertrieb und Marketing gehandelt. Doch der Sprung blieb ihr verwehrt. Stattdessen zog vor genau einem Jahr Pieter Nota in das Gremium ein, ein Branchenfremder. Schon damals hieß es, dass die enttäuschte Wortmann BMW verlassen will. Doch sie blieb und ging für den Konzern nach Singapur. Dort war die 52-Jährige in den vergangenen 12 Monaten das Gesicht der Marke. Sie repräsentierte den Hersteller in der Öffentlichkeit, in zahlreichen Interviews und sammelte reichlich Vertriebserfahrung.

Genau das könnte ihr jetzt nützen. Nach Informationen von Die Welt und Auto Motor und Sport soll Wortmann Mitte des Jahres bei Audi in den Vorstand einrücken. Eine Stellungnahme dazu gibt es bei dem Ingolstädter Premiumhersteller auch heute auf Nachfrage nicht.


Allerdings gilt Wortmann schon seit Wochen als eine mögliche Kandidatin für den Vertriebs- und Marketingposten im Audi-Vorstand. Bereits Ende November hatte der Donaukurier mit Sitz in Ingolstadt über den möglichen Wechsel berichtet. Der Posten wird derzeit kommissarisch von Bram Schot besetzt, der im Dezember offiziell als Nachfolger von Rupert Stadler zum Audi-Vorstandsvorsitzenden aufgestiegen ist.

Sollte Wortmann tatsächlich zu Audi wechseln, wäre sie auch hier die erste Frau im Vorstand der Volkswagen-Tochter. Das Duo Schot und Wortmann könnte der vom Dieselskandal gebeutelten Marke neue Impulse geben - in der Zusammenarbeit mit Sven Schuwirth, der erst vor wenigen Wochen nach einem fünfmonatigen Gastspiel bei BMW zu Audi zurückgekehrt ist und dort unter anderem neue digitale Geschäftsmodelle entwickeln und die Kundenzentriertheit vorantreiben soll. Kleines Detail am Rande: Schuwirth folgte Wortmann, die nun seine Vorgesetzte werden könnte, nach deren Wechsel als globale BMW-Markenchefin in den Asien-Pazifik-Vertrieb. Diese Position hat jetzt seit Jahresbeginn Ex-Mercedes-Mann Jens Thiemer inne. mir
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