Aus AKK wird Klinsi

Sixt kopiert sich selbst

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Auf dem Motiv ist statt Kramp-Karrenbauer nun Jürgen Klinsmann zu sehen
© Sixt / Facebook
Auf dem Motiv ist statt Kramp-Karrenbauer nun Jürgen Klinsmann zu sehen
Zuweilen wird Sixt ja vorgeworfen, nicht mehr die Kreativität vergangener Tage zu erreichen. Vor diesem Hintergrund dürfte spannend sein, wie das neue Motiv des Autovermieters ankommt. Denn Sixt hat sich, überrollt von der Geschwindigkeit der Ereignisse, einfach mal selbst kopiert.
Aus AKK wird Klinsi
Sixt kopiert sich selbst
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Erst gestern hatte das Unternehmen in den sozialen Netzwerken ein Motiv zum angekündigten Rücktritt von CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer veröffentlicht und auf diese Weise für seinen Carsharing-Dienst Sixt Share geworben. Bislang kam die von Jung von Matt kreierte Anzeige auf rund 8.800 Likes bei Facebook und 11.200 Likes bei Instagram (Stand: 9:15 Uhr).


Doch noch während das AKK-Motiv fleißig Likes sammelte, verkündete in Berlin der Trainer von Hertha BSC Jürgen Klinsmann völlig überraschend seinen Rücktritt. Für die Bundesliga ein kleines und für die Berliner Fußballszene ein mittleres Beben - und damit ein wilkommener Anlass zum Echtzeit-Marketing. Die Berliner Verkehrsbetriebe ließen sich deswegen auch nicht lange bitten.
Offenbar kam man bei Sixt schnell zu dem Schluss, dass man sich diese Steilvorlage nicht entgehen lassen dürfe. Zumal zum Klinsmann-Aus bei Hertha das gleiche Motiv geeignet war wie zum Rückzug Kramp-Karenbauers. Also posteten die Pullacher das Motiv flugs noch einmal, nur diesmal mit dem Konterfei des Fußballlehrers statt der Politikerin. Für eine selbstironische Note sorgen dabei die Klebestreifen an den Konturen von Klinsmanns Foto.
Unter 1.500 Likes innerhalb von 12 Stunden sowohl auf Facebok als auch auf Instagram lassen aber vermuten, dass der Gag dann doch nicht ganz so gut zündet. Und das, obwohl beide Anzeigen als Sponsored Post in die Newsfeeds der Nutzer gespült wurden. Vielleicht lag der Shift von AKK zu Klinsmann aber auch einfach zu nahe, um noch Begeisterungsstürme zu erzeugen. Immerhin hat etwa Serviceplan-Berater und "Gelassenheits-Guru" Frank Behrendt die Idee schon formuliert, bevor Sixt das Motiv veröffentlichte:
Sixt ist derweil nicht das einzige Unternehmen, das werblich auf die Rücktritts-Ankündigung von Kramp-Karrenbauer reagiert hat. Auch Carl Finance, eine Plattform für Unternehmensverkäufe, hat ein entsprechendes Motiv veröffentlicht. Hintergrund: Das Berliner Start-up betreibt auch die Seite nachfolge.de, auf der Unternehmen ihren Wert bestimmen lassen und eine Nachfolgeregelung in die Wege leiten können.
© Carl Finance
Entsprechend lautet die Headline des in Eigenregie entstandenen Motivs: "Lieber früher die Nachfolge regeln, als erst im Februar an Merz denken." In dem Satz ist auch gleich der Name des Mannes untergebracht, der als heißer Kandidat für die Nachfolge Kramp-Karrenbauers als CDU-Chef und damit auch als Kanzlerkandidat der Partei gilt: Friedrich Merz. ire
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