Auf Edekas Spuren

Aldi liefert mit "Zum Aldipreis" sein eigenes "Supergeil" ab

Aldi liefert mit der neuen Digital-Kampagne sein eigenes "Supergeil"
© Aldi/Youtube
Aldi liefert mit der neuen Digital-Kampagne sein eigenes "Supergeil"
Dass Aldi Bewegtbild kann, ist mittlerweile gelernt. Jetzt zeigt der Discount-Marktführer, dass er sich mittlerweile auch skurrile Kampagnen zutraut und erinnert damit an einen der großen Klassiker der Videokampagnen: Edekas "Supergeil". Die neue Digitalkampagne von Aldi Süd und Aldi Nord fällt aber auch auch einem anderen Grund aus dem Rahmen. Produziert wurde sie nicht von einer der gesetzten Leadagenturen, sondern von Scholz & Volkmer Wiesbaden.

"Zum Aldi-Preis" (Produktion: Bigfish) erinnert sowohl von der Struktur als auch von der Inszenierung an den Edeka-Klassiker von 2014. Star ist Rapper Daniel Hernandez, der sich nahtlos zwischen Szenen im Markt und aus dem Privatleben der unterschiedlichsten Darsteller bewegt, um zu besingen, wie gut es sich "zum Aldi-Preis" leben lässt. Dabei werden von der Oma, die Feinkost liebt, über den feinen Herrn im weißen Anzug, der Waschmittel braucht, bis hin zum Obst ausquetschenden Muskelmann in dem zweiminütigen Film gleich eine ganze Armee von schillernden Charakteren aufgeboten.


Bei allem Unterhaltungswert (und Ohrwurmrisiko) bleibt die Botschaft des Videos jedoch nah an der Marke. Vermittelt wird, dass Aldi schon seit dem Beginn der Discount-Ära für sich die Preisführerschaft beansprucht.

Denn gerade durch den verschärften Werbekrieg im Lebensmittelhandel droht dieser historische USP dem Discounter immer mehr abhanden zu kommen. Und Matthias Kräling, Manager Social Media bei Aldi Nord, weiß auch, welche Zielgruppe besonders viel Aufklärungsbedarf zu Aldis historischer Stärke hat: "Mit der Kampagne möchten wir vor allem bei einer jungen Zielgruppe auf eine unterhaltsame Art und Weise darauf aufmerksam machen, dass Aldi der Erfinder von günstig ist."


Die Preisführerschaft ist als Wettbewerbsargument im Lebensmittelhandel in den letzten Jahren wieder deutlich wichtiger geworden. Selbst Vollsortimenter investieren – wohl auch vor dem Hintergrund der sich aktuell verstärkenden Konjunktur-Warnzeichen – verstärkt in die Preiswerbung. Dieses Argument möchte Aldi für die eigene Marke wieder stärken, sagt Marco Ganser, Director Marketing bei Aldi Süd. "Unser neuer digitaler Spot zahlt auf eine wesentliche DNS von Aldi ein: Die Preisführerschaft. Das möchten wir mit einem Augenzwinkern in den Fokus rücken und beweisen, dass Qualität nicht teuer sein muss."

Die Kampagne startet ab sofort auf allen digitalen Kanälen. Parallel veranstaltet Scholz & Volkmer am 9. Und 10. August eine Guerilla-Aktion. In insgesamt zwölf Städten an belebten Standorten wird der Film öffentlich auf Häuserwänden gezeigt: Im Aldi Nord Gebiet sind es die Städte Dortmund, Hamburg, Berlin, Leipzig, Essen und Bremen. Im Aldi Süd Gebiet läuft der Spot in den Städten München, Düsseldorf, Frankfurt, Bonn, Stuttgart und Köln. cam

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