Apple-Strategie

"Wer wird iTunes vermissen? Keiner"

iTunes geht künftig auf dem Mac unter anderem in einer neuen Musik-App auf
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iTunes geht künftig auf dem Mac unter anderem in einer neuen Musik-App auf
Aus eins mach drei: Anfang der Woche verkündete Apple, iTunes mit dem nächsten Update des Betriebssystems Mac OS in drei Apps aufzuspalten. Auch wenn das Aus für den Dienst nicht überraschend kam, bedeutet Apples Schritt eine spürbare Zäsur. Welche Auswirkungen sind zu erwarten? Klar scheint: Für den iPhone-Hersteller macht der Schritt nicht nur strategisch Sinn - auch die Nutzer dürften zufrieden sein.
Mit dem Start des neuen Betriebssystems Mac OS Catalina wird iTunes in drei separate Anwendungen für Musik, TV und Podcasts aufgespalten. Für die Mac-Verwender werde dadurch alles "viel einfacher und besser", versprach Apple auf der Entwicklerkonferenz WWDC.

Seinen 18. Geburtstag hat iTunes, Anfang 2001 erstmals gelauncht, gerade noch erlebt. Doch in diesem Fall gilt nicht das Motto "Die Besten sterben jung". Das Programm war für Apple und seine Nutzer schon lange nicht mehr die zentrale Anlaufstelle früherer Zeiten. Auf dem iPhone und dem iPad wird Musik in der Apple-Music-App abgelegt, auch für Filme gibt es eine entsprechende Anwendung. Lediglich für Downloads diente die iTunes-App auf Mobilgeräten noch, auf dem Mac wandert dieser Bereich künftig in die Seitenleiste der Musik-App.
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Mit der eigenen Mobilstrategie für iTunes hatte Apple eine selbst eingeleitete Fehlentwicklung zu korrigieren versucht: Über die Jahre war der Dienst immer mehr überfrachtet worden, mit Filmen, Podcasts und Hörbüchern. Ergebnis: Das Programm wurde träge und unübersichtlich – und kratzte damit am Image der Marke Apple, bei der einfache und intuitive Nutzung immer im Mittelpunkt gestanden hatte.

Experten sind denn auch nicht traurig, dass es iTunes in seiner bisherigen Form bald nicht mehr geben wird:

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